Mittwoch, 05. Juni 2019

Was die Flat Tax bringt

Italien will im kommenden Jahr eine Flat Tax für Arbeitnehmer und Pensionisten einführen – und damit die Steuerbelastung senken. Der Bozner Steuerexperte Walter Steinmair hält eine solche einstufige Einkommensteuer grundsätzlich für eine gute Idee, wie er im aktuellen „WIKU“ betont. „Ob das Vorhaben aber in Italien durchsetzbar ist, bleibt offen“, schränkt er ein.

Italien will mit einer Flat Tax die Steuerbelastung senken.
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Italien will mit einer Flat Tax die Steuerbelastung senken. - Foto: © shutterstock

Mehr Geld für die Bürger, mehr Konsum, mehr Produktion, mehr Arbeit: Für die Lega ist die Flat Tax das Universalrezept, um Italiens Wirtschaft wieder flott zu machen. Ganz aus der Luft gegriffen ist der Plan jedenfalls nicht.

„Für Italien ist es sicher entscheidend, Wachstumsimpulse zu setzen, und da wäre man mit der Flat Tax schon auf dem richtigen Weg“, erklärt Walter Steinmair im „WIKU“-Interview. „Denn prinzipiell  ist es schon so, dass durch Steuersenkungen Unternehmen und Bürgern mehr Geld für Investitionen und Konsum zur Verfügung steht, was die Wirtschaft ankurbelt, die Beschäftigung fördert und auch die Steuermoral verbessert. Denn man weiß, dass der Steuerwiderstand ab einer gewissen Höhe der Steuersätze zunimmt.“

So soll die geplante Flat Tax aussehen

Doch wie soll die geplante Flat Tax nun konkret aussehen? Das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Sie soll sich jedenfalls auf 15 Prozent belaufen und für Arbeitnehmer und Rentner mit einem Einkommen zwischen 15.000 und 50.000 Euro eingeführt werden, wie Steinmair erklärt. „Damit könnte die Hälfte der rund 40 Millionen Steuerpflichtigen in Italien, also rund 20 Millionen Bürger, betroffen sein.“

Was für die Flat Tax spricht, wo die Schattenseiten liegen und für wen diese Ersatzbesteuerung interessant sein kann, lesen Sie im aktuellen „WIKU“.

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stol