Die Gemeinde Sterzing und die Provinz Bozen könnten innerhalb von 60 Tagen ihr Vorkaufsrecht geltend machen. Die Provinz hat kein Interesse an dem historischen Gebäude und wird auf ihr Vorkaufsrecht zu verzichten. <BR /><BR />Die Gemeinde Sterzing hat zwar noch keinen Beschluss dazu gefasst, für Bürgermeister Peter Volgger spricht aber nichts dafür, dass die Stadt den Ansitz mit Enzenberg-Garten und Peter- und Paul-Kirche erwerben sollte. <BR /><BR />Als die Unterzeichnung des Kaufvertrages bekannt geworden war, hatte Volgger noch die Möglichkeit für einen Ankauf über die Provinz in Erwägung gezogen. „Wir haben daraufhin das Gespräch mit dem Landeshauptmann gesucht. Das Land hat aber kein Interesse am Jöchlsthurn, es wurde bereits beschlossen, auf das Vorkaufsrecht zu verzichten“, erklärt Volgger auf Anfrage. Von Seiten der Provinz sei „klipp und klar“ mitgeteilt worden, dass die Gemeinde auch keinen Landesbeitrag für einen möglichen Ankauf erhalten würde.<BR /><BR />„Die Gemeinde Sterzing ist im Moment nicht in der Lage, das Geld für den Ankauf – 4,6 Millionen Euro – aufzubringen“. Andere Projekte, etwa der Bau von Mittelschule, Altenheim, Kita und der neuen Feuerwehrhalle Thuins hätten Priorität. <BR /><BR />„Nächstes Jahr sind Gemeinderatswahlen: Ich würde mich nie trauen, alle Artikel-3-Gelder aufzubrauchen und meinen Nachfolger ohne Geld dastehen zu lassen. Das wäre nicht richtig“, ist er überzeugt. <BR /><BR />„Ich bin froh, dass eine Sterzinger Familie den Jöchlsthurn kauft, und nicht ausländische Investoren. Das ist meine Meinung und dazu stehe ist“, sagt Volgger. Die Familie Seeber wolle den Enzenberg-Garten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen, was eine große Aufwertung für die Stadt bedeute. <BR />