Anlässlich des internationalen Weltwassertags Ende März weisen wir auf die Bedeutung dieser wichtigen Lebensgrundlage und deren nachhaltigen Nutzung hin und erklären, was genau der Wasserbonus ist.<BR /><BR /> Beobachtungen in unserem Land zeigen, dass der Winter 2021/22 zu einem der 5 trockensten der letzten 30 Jahre zählt. Das führt nicht nur zu niedrigen Pegelständen in den heimischen Gewässern, sondern am Fluss Po wurde ein so niedriger Wasserstand gemessen wie seit 1972 nicht mehr und in Venedig etwa konnte man das seltene Phänomen von Niedrigwasser beobachten. Wegen des geringen Niederschlags in den Alpen und weiterer Ursachen ist der Pegelstand in den Kanälen zeitweise um 50 Zentimeter gesunken. <BR /><BR />In unserem Land wird der Bedarf an elektrischer Energie zur Gänze aus erneuerbaren Quellen mit Hilfe von Wasserkraft gedeckt. Ein signifikanter Rückgang in der Produktion durch Wassermangel hätte weitreichende Auswirkungen.<h3> Wasser in Gebäuden</h3>Nur etwa ein Prozent des verfügbaren Wassers auf der Erde ist direkt für die Trinkwassergewinnung nutzbar, daher sollte dieses ökonomisch und ökologisch verantwortungsvoll verwendet werden. Der tägliche Wasserverbrauch im Haushalt liegt bei etwa 130 Litern Wasser pro Person, viele Menschen auf der Welt müssen mit einem Zehntel davon auskommen. Rund 1,2 Milliarden Menschen leben in Gegenden mit natürlichem Wassermangel und weitere 500 Millionen Menschen dürften in absehbarer Zukunft davon betroffen sein.<BR /><BR /> In Südtirol deckt das verfügbare Wasser normalerweise ein Vielfaches des Bedarfes, dennoch zählt beispielsweise der Vinschgau mit weniger als 500 Millimetern Niederschlag pro Jahr an manchen Orten pro zu den trockensten Tälern des gesamten Alpenraums. <BR /><BR />Ein Blick auf unseren Verbrauch in Haushalten legt auch die Einsparungsmöglichkeiten dar. Von diesem entfallen in etwa 35 Prozent aufs Baden, das Duschen und die Körperpflege, 31 Prozent auf die Toilettenspülung, 15 Prozent auf das Wäschewaschen, 6 Prozent auf das Geschirrspülen, 4 Prozent auf die Wohnungsreinigung, 3 Prozent auf das Kochen und der Rest auf Sonstiges.<h3> Energieverbrauch für Warmwasser</h3>Um 100 Liter für das Baden oder Duschen aufzuheizen, benötigt man etwa 3,5 Kilowattstunden (kWh) Energie. Nach der Heizung, die im durchschnittlichen Haushalt den bei weitem größten Energieverbraucher darstellt, liegt die Warmwasseraufbereitung an zweiter Stelle, noch vor den Haushaltsgeräten und der Beleuchtung. <BR /><BR />Ein KlimaHaus hat einen niedrigen Heizenergiebedarf, dementsprechend stärker fällt hier der Energieanteil für Warmwasser und andere Verbraucher ins Gewicht. Den Warmwasserverbrauch zu reduzieren, ob in der Dusche oder am Wasserhahn, ist demnach eine der effektivsten Methoden, schnell und einfach Energie zu sparen und zudem etwas für die Umwelt zu tun.<h3> Wasserbonus (bonus idrico) 2022</h3>Um den Wasserverbrauch in Italien zu reduzieren, wurde mit dem Haushaltsgesetz 2021 der sogenannte „bonus idrico“ eingeführt. Die staatliche Hilfe für wassersparende Armaturen und Sanitärkeramik wurde bis 2023 verlängert, wobei einige Änderungen vorgenommen wurden. <BR /><BR />Grundsätzlich fallen in den Bonus Ausgaben für wassersparende Armaturen, die Lieferung und den Einbau von Sanitärkeramik mit einem maximalen Spülvolumen von 6 Litern oder weniger und den dazugehörigen Spülsystemen, einschließlich der dazugehörigen Installations- und Maurerarbeiten sowie der Demontage und des Ausbaus der bestehenden Systeme.<BR /><BR />Wer also seit dem 1. Jänner 2022 Renovierungsarbeiten im Bereich der Sanitär- und Klempnerarbeiten durchgeführt hat, kann eine Steuerrückerstattung der entstandenen Kosten bis zu einem Wert von 1000 Euro erhalten. Der Antrag auf Steuervergünstigung kann vom Eigentümer des Gebäudes, in dem die Anlage installiert wurde, oder von den Mietern selbst gestellt werden. Wird der Antrag vom Mieter gestellt, so müssen mindestens 2 Bedingungen erfüllt sein: Erstens muss der Eigentümer der Immobilie sein Einverständnis geben. Zweitens kann der Mieter die Prämie nur beantragen, wenn er die Kosten für den Austausch und die Installation der neuen Systeme selbst trägt. <BR /><BR />Die Beiträge können über eine Plattform des Ministerium für den technologischen Übergang (MITE) beantragt werden. Für den Wasserbonus wurden insgesamt 20 Millionen Euro bereitgestellt. Der Bonus wird in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge vergeben, bis zur Erschöpfung der Mittel. Jüngste Mitteilungen des MITE bestätigen eine große Nachfrage. Bisher wurden bereits Anträge in einem Wert von rund 10 Millionen eingereicht. <BR /><BR /><i>+ In Zusammenarbeit mit der KlimaHaus Agentur</i>