Dienstag, 07. April 2015

Was wurde aus Südtirols Schlecker-Mitarbeitern?

Erst Schlecker, dann dayli und nun CRAI? Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur APA will die Supermarktkette die 78 italienischen dayli-Filialen übernehmen. Südtirols Ex-Schlecker-Mitarbeiter werde diese Entwicklung kaum noch treffen, meint Dieter Mayr von der Gewerkschaft SGB/CISL.

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Foto: © APA/EPA

Es ist mittlerweile anderthalb Jahre her, dass bekannt wurde, dass der insolvente Schlecker-Nachfolger dayli  seine Tore schließen muss. Der Konkurs betraf in Italien vor allem die norditalienischen Regionen Friaul Julisch Venetien und Veneto. Auch in Südtirol hatte dayli 30 Filialen, die geschlossen wurden. Betroffen waren in Südtirol rund 50 Mitarbeiter.

Fieberhaft wurde in der Folge nach Lösungen gesucht. Eine scheint laut Nachrichtenagentur APA nun gefunden: Die italienische Supermarktkette CRAI soll einspringen. Die 78 ehemaligen daily-Filialen sollen laut CRAI rund 40 Mio. Euro Umsatz bringen, berichteten italienische Medien.

Eine Entwicklung, die positiv zu bewerten sei, meint Dieter Mayr von der Gewerkschaft SGB/CISL. „Es ist sicher gut, wenn etwas weitergeht“, sagt er. Doch: Für Südtirols Ex-Schlecker-Mitarbeiter werde dies kaum noch Folgen haben.

Viele Mitarbeiter haben sich anderweitig organisiert

Denn von den ehemals 26 Schlecker-Filialen im Land seien heute nur noch wenige Überbleibsel übrig. „Einige dayli-Filialen sind bereits von anderen Firmen übernommen worden“, berichtet der Gewerkschafter. So richtig ins Rollen sei diese Umstellung allerdings nie gekommen.

„Viele der ehemaligen Mitarbeiter haben sich deshalb anderweitig organisiert“, weiß Mayr. Sie hätten gekündigt, den Job gewechselt. Andere seien in die Lohnausgleichskasse überstellt worden, die mit diesem Frühjahr allerdings effektiv ende. Mayr spricht von rund zehn Personen, die seine Gewerkschaft SGB/CISL in dieser Angelegenheit betreue.

stol

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