Dienstag, 17. November 2020

Wegen Corona wird weniger gebaut

Die Bauwirtschaft in Deutschland blickt skeptisch auf das kommende Jahr und wappnet sich erstmals seit 2010 für sinkende Umsätze.

Unternehmen investieren in Deutschland weniger – die Auswirkungen bekommt die Baubranche zu spüren.
Unternehmen investieren in Deutschland weniger – die Auswirkungen bekommt die Baubranche zu spüren. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Die Erlöse dürften 2021 um nominal rund ein Prozent auf 137 Milliarden Euro fallen, teilte der mittelständische Verband ZDB am Dienstag mit. Bereinigt um steigende Baupreise sei das sogar ein Minus von 3 bis 4 Prozent.

„Der Wohnungsbau bleibt stabil“, sagte ZDB-Präsident Reinhard Quast, betonte aber: „Im Wirtschaftsbau wird es einen stärkeren Rückgang geben.“ Die Umsatzeinbrüche bei Industrie und Dienstleistung sorgten für eine geringere Investitionsbereitschaft der Wirtschaft. Deshalb sei die öffentliche Hand gefordert, im nächsten Jahr in die Bresche zu springen und Bauprojekte anzuschieben, sagte Quast.

Im laufenden Jahr ist die deutsche Bauwirtschaft deutlich besser durch die Viruspandemie gekommen als andere Branchen. Der ZDB peilt für 2020 ein nominales Plus von 2 Prozent an. Dies entspreche einem realen Minus von einem Prozent. Die Zahl der Beschäftigten dürfte heuer und im nächsten Jahr je um rund 5.000 steigen und 2021 dann bei rund 880.000 liegen.

apa/reuters