Auffällig ist dabei nicht nur die Zahl der Auszeichnungen, sondern auch deren Verteilung: 58 Produzenten kommen mit mindestens einem Wein auf eine Topbewertung. Darunter sind Genossenschaften ebenso wie private Weingüter und Freie Weinbauern. „Diese Breite betrifft die Produzenten ebenso wie Anbaugebiete und Rebsorten“, sagt Eduard Bernhart, Direktor des Konsortiums Südtirol Wein.<h3> 100 Punkte für Terlan</h3>Das stärkste Einzelergebnis kommt in diesem Jahr von der Kellerei Terlan. Robert Parker bewertete den 1991 Weißburgunder Rarity Südtirol Terlaner DOC mit 100 Punkten – also mit der Höchstnote. Laut Bernhart ist das auch deshalb bemerkenswert, weil Parker bisher erst zwei Weißweine aus Italien mit 100 Punkten ausgezeichnet hat: neben diesem Weißburgunder auch den 2009er Gewürztraminer Epokale Südtirol DOC der Kellerei Tramin im Jahr 2018. „Diese Auszeichnung unterstreicht deshalb erneut Südtirols Standing als Weißweinregion Nummer eins in Italien“, sagt Bernhart.<BR /><BR />Auch James Suckling vergab 100 Punkte an einen Südtiroler Wein: an den 2021 Terlaner I Primo Grande Cuvée Südtirol DOC, ebenfalls von der Kellerei Terlan. Bei Wine Enthusiast schaffte es der 2021 Blauburgunder Schweizer Südtirol DOC von Franz Haas unter die 100 besten Weine des Jahres.<BR /><BR />Weitere Spitzenplätze gab es bei Falstaff: Drei der vier besten Weißweine Italiens stammen demnach aus Südtirol – von den Kellereien St. Michael-Eppan und Terlan. Auch zwei der vier besten Süßweine kommen aus Südtirol, nämlich von der Kellerei Tramin und vom Weingut Ansitz Waldgries Christian Plattner. <h3> Rot knapp hinter Weiß</h3>Der Blick auf die ausgezeichneten Weine bestätigt das Bild Südtirols als Weißweinland – allerdings knapper, als man vermuten könnte. Von den 213 prämierten Weinen sind 100 Weißweine und 98 Rotweine. Dazu kommen elf Süßweine und vier Sekte. Dass auch Sekte ausgezeichnet wurden, wertet Bernhart als Zeichen für die Entwicklung, die Südtirols Sekthersteller in den vergangenen Jahren gemacht hätten.<BR /><BR />Breit ist auch das Spektrum der Rebsorten. 17 verschiedene Sorten kamen in den internationalen Führern auf mindestens eine Auszeichnung. An der Spitze liegt der Blauburgunder mit 38 prämierten Weinen und 48 Topnoten. Dahinter folgen Chardonnay mit 26 Weinen und 33 Topnoten, Weißburgunder mit 20 Weinen und 29 Topnoten sowie Sauvignon mit 19 Weinen und 28 Topnoten.<BR /><BR />Für Bernhart ist diese Vielfalt kein Zufall. „Will man aus den unterschiedlichen Voraussetzungen, die unsere Weinberge in verschiedenen Höhen und Anbaugebieten mit sich bringen, das Beste herausholen, ist eine Vielfalt an Rebsorten unumgänglich“, sagt der Direktor des Konsortiums.<h3> Die Meistprämierten</h3>Besonders oft ausgezeichnet wurden heuer erneut Weine der Kellerei Terlan. Der 2012 Weißburgunder Rarity Südtirol Terlaner DOC und der 2022 Terlaner I Primo Grande Cuvée Südtirol DOC erhielten jeweils sechs Topnoten. Der 2023 Sauvignon Quarz Südtirol Terlaner DOC kam auf fünf.<BR /><BR />Jeweils vier Topbewertungen erhielten die 2021 Cuvée Adamantis Weinberg Dolomiten IGT der Kellerei Eisacktal, der 2021 Blauburgunder Riserva Vigna Das Langefeld Südtirol DOC von Pfitscher sowie die 2017 Gewürztraminer Spätlese Epokale Südtirol DOC der Kellerei Tramin.<BR /><BR />Auch Henris zeichnete Südtirol mehrfach aus: 100 Punkte gab es dort für den 2012 Weißburgunder Rarity der Kellerei Terlan und für die 2017 Gewürztraminer Spätlese Epokale der Kellerei Tramin. Zudem wurde Elena Walch als Weingut des Jahres ausgezeichnet, Michael Graf Goëss-Enzenberg als Weinpersönlichkeit des Jahres, die Kellerei Kurtatsch als Kellerei des Jahres und das Weingut Peter Sölva für die Kollektion des Jahres.