„Wir wissen aus Erfahrung, dass wir bei frühem Eingreifen sowohl die Schäden vor Ort als auch die Kosten für die Hilfe extrem reduzieren können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der privaten Hilfsorganisation, Till Wahnbaeck, in Berlin. Die internationale Krisenreaktion funktioniere leider nach dem Motto: Frühe Warnung, keine Aktion.260 Millionen zur VerfügungDie Welthungerhilfe nahm 2016 nach eigenen Angaben durch Spenden und institutionelle Zuschüsse knapp 264 Millionen Euro ein. Das sind fast 50 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Jahresbilanz der Organisation hervorgeht, floss ein Großteil der Mittel im vergangenen Jahr in den Irak, den Sudan, den Südsudan, nach Sierra Leone und in die Hilfe für syrische Flüchtlinge in der Türkei.Schlimmste Dürre seit 50 JahrenIm Bürgerkriegsland Jemen sind nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sieben Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. In Ostafrika herrscht zur Zeit die schlimmste Dürre seit fünfzig Jahren. Verschärft wird diese Krise durch bewaffnete Konflikte, vor allem im Südsudan.dpa