Freitag, 15. November 2019

Weltweiter Tourismusboom hält 2020 an

Der internationale Tourismus wächst trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Risiken weiter. Die Beratungsgesellschaft IPK erwartet für 2020 einen weltweiten Anstieg der Auslandsreisen um 4 Prozent, wie aus ersten Trendanalysen des World Travel Monitor von IPK International hervorgeht, der auch die Reiseabsichten für die nächsten 12 Monate erhebt.

Trotz Risiken wächst der Tourismus weiter.
Trotz Risiken wächst der Tourismus weiter. - Foto: © shutterstock

Der Wachstumstrend setzte sich fort, „wenn auch nicht mehr ganz so stark wie zuvor“. Heuer in den ersten 8 Monaten erhöhte sich die Zahl der Auslandsreisen weltweit um 3,9 Prozent. Das war um ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahreszeitraum.

Am stärksten legen die internationalen Reisen der Asiaten mit einem Plus von 6 Prozent zu – das massivste Wachstum kam dabei mit 9 Prozent aus China. Überdurchschnittlich angestiegen sind auch die Auslandsreisen der Nordamerikaner mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent. Rückläufig war die Entwicklung beispielsweise bei den Lateinamerikanern mit einem Minus von 3 Prozent.

Städtereisen nehmen zu, Geschäftsreisen stagnieren


Städtereisen nahmen in diesem Jahr zwischen Jänner und August um 8 Prozent zu, „Sun & Beach“-Urlaub um 2 Prozent, Rundreisen um 3 Prozent und Kreuzfahrten um 6 Prozent. Im Gegensatz zu den weltweit ansteigenden Urlaubsreisen stagnieren die Geschäftsreisen.

„Zum einen gibt es das nach wie vor wachsende Segment der MICE-Reisen (Tagungs- und Kongresstourismus, Anm.), die in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 2 Prozent zugelegt haben, und im Gegensatz dazu die traditionellen Geschäftsreisen, die im selben Zeitraum um 4 Prozent zurückgegangen sind“, erläutert IPK-International-Geschäftsführer Rolf Freitag.

Österreich und Schweiz als sicher eingeschätzt

Betreffend Terrorgefahr als „besonders unsicher“ schätzen die Auslandsreisenden Destinationen wie Israel, die Türkei, Ägypten, Jordanien und Tunesien ein. Auch die USA, Mexiko, Südafrika und Frankreich haben erhebliche Defizite im Sicherheitsimage.

Als sichere Länder mit geringer Gefahr gelten vor allem die skandinavischen Länder, die Schweiz, Österreich, Irland, Portugal, Australien und Kanada, wie die aktuellen Umfrageergebnisse vom diesjährigen Herbst zeigen. Der World Travel Monitor beruht auf repräsentativen Interviews mit mehr als 500.000 Personen in über 60 Ländern und gilt als größte kontinuierliche Studie zu globalen Reisetrends.

apa