Montag, 11. Mai 2020

Weltwirtschaft von Covid-19-Maßnahmen hart getroffen

Die Coronakrise hat die Wirtschaft weltweit bereits im ersten Quartal 2020 schwer getroffen.

Sprunghafte Konjunktureinbrüche und Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Sprunghafte Konjunktureinbrüche und Anstieg der Arbeitslosigkeit. - Foto: © APA (dpa/Archiv) / Marijan Murat
In den großen Wirtschaftsräumen kam es zu einem starken Konjunktureinbruch und einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit. In Österreich lag die Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent unter dem Vorquartal, heißt es im aktuellen Wifo-Konjunkturbericht.

In China, wo die ersten Fälle der Viruserkrankung Ende 2019 auftraten, brach die Wirtschaftsleistung bereits in der Mitte des ersten Quartals ein und war im ersten Jahresviertel um 6,8 Prozent geringer als im Vorjahr.

In den USA brachen im März sowohl die Industrieproduktion (-5,4 Prozent), als auch die Einzelhandelsumsätze (-6 Prozent) gegenüber dem Vormonat ein. Im Gesamtquartal sank die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 1,2 Prozent. „Das war der erste Rückgang nach einer gut 10 Jahre dauernden Phase der wirtschaftlichen Expansion“, schreiben die Wifo-Ökonomen. Der Anstieg der Arbeitslosenquote im März um 0,9 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent war der höchste seit Jänner 1975.

Eurozone schwer getroffen

Noch schwerer wurde die Eurozone getroffen. Wegen der internationalen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfte der Produktionsindex für den Euroraum nach dem Anstieg im Jänner (+2,3 Prozent) und der Stagnation im Februar im März gesunken sein. Gemäß der ersten Veröffentlichung schrumpfte das BIP im ersten Quartal gegenüber der Vorperiode um 3,8 Prozent.

Erste Berechnungen für die großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien zeigen einen massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal: Frankreich um 5,8 Prozent, Italien 4,7 Prozent, Spanien 5,2 Prozent.

In Deutschland brach die Industrieproduktion im März um 9,2 Prozent gegenüber dem Vormonat ein. Das Konjunkturbarometer des DIW für die deutsche Wirtschaft fiel im April um 47 Punkte auf einen historischen Tiefstwert von 37 Punkten.

Auch in Österreich gab es schon im März erste Effekte der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Im ersten Quartal lag die Wirtschaftsleistung nach ersten Berechnungen um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber der Vorperiode sank das BIP um 2,5 Prozent.

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apa

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