Innerhalb eines Jahres sei die Zahl der Lehrstellen-Suchenden um das Dreifache gestiegen, so der LVH am Freitag. Während im Februar 2012 noch 27 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle waren, seien es im Februar diesen Jahres 77 gewesen.„Zurück zu führen ist diese Entwicklung sicherlich auf die andauernde schwierige wirtschaftliche Situation, speziell im Bausektor, in der sich die Krisensituation bereits seit einigen Jahren fortsetzt“, erklärt LVH-Vizepräsident Martin Haller. Zudem würden den Betrieben die hohen Auflagen zu schaffen machen, mit denen die Handwerker bei der Anstellung eines Lehrlings zu rechnen haben. „Besonders im Bereich der Arbeitssicherheit sind die Vorschriften übertrieben geregelt, die Ausbildung eines Lehrlings ist eine wertvolle Investition für den Betrieb, die zwar Zeit und Kosten bedeutet, aber langfristig auf die fixe Anstellung von zukünftigen Fachkräften setzt“, so Haller.Neue Versicherungsform der LehrlingeAls Belastung für die Betriebe sieht der LVH daneben die neu eingeführte Versicherungsform ASPI ("Assicurazione sociale per l'impiego"). Diese muss seit Jänner für die Lehrlinge bezahlt werden. Haller befürchtet damit eine weitere Erhöhung der Lohnnebenkosten. Dies könnte Betriebe davon abhalten, Lehrlinge einzustellen.Lanz: „Neue Rahmenbedingungen“Laut LVH-Präsident Gert Lanz müssten „neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass die Betriebe wieder vermehrt Lehrlinge einstellen“.Die staatliche Ausbildungsprämie, die Betriebe für die Einstellung von Lehrlingen erhalten, sei nur noch bis März 2013 vorgesehen. „Wir hoffen, dass die Landesregierung die angekündigten Maßnahmen zur Förderung der Lehrlingsausbildung umsetzen und damit neue Anreize für Ausbildungsbetriebe schaffen wird.“