Mittwoch, 22. August 2018

Weniger Autos, weniger Geschäft?

Ruhe auf das Sellajoch bringen: Das ist das erklärte Ziel des Projekts „Dolomites Vives“; für Tier und Mensch, Wanderer, Radfahrer und nicht zuletzt für das Renommee der Dolomiten als Unesco-Weltnaturerbe. Die örtlichen Wirtschaftstreibenden, allen voran die Touristiker am Joch, sehen die Ruhe argwöhnisch.

Die örtlichen Wirtschaftstreibenden, allen voran die Touristiker am Sellajoch, sehen die Ruhe argwöhnisch.
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Die örtlichen Wirtschaftstreibenden, allen voran die Touristiker am Sellajoch, sehen die Ruhe argwöhnisch. - Foto: © D

„Mit dem Geldbeutel anderer spielt es sich leicht“, ärgert sich Alan Stuffer vom Hotel „Passo Sella“ am Joch. „Wir haben zwischen 20 und 30 Prozent Verlust.“

Geeinigt hatten sich die politisch Verantwortlichen in Südtirol und Trient heuer auf eine Reduzierung des Verkehrs auf das Joch um 20 Prozent: 20 Prozent weniger private Fahrzeuge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, an 30 Tagen geregelt durch eine Kontingentierung der Durchfahrten – vom 23. Juli bis zum 31. August immer wochentags von 9 bis 16 Uhr, die Rückfahrt ins Tal ausgenommen.

„Zwischenschritt“

Tourismusfachmann Thomas Aichner vom Wirtschaftsdienstleister IDM Südtirol steht weiterhin hinter dem Konzept: „Die Kontingentierung ist ein wichtiger Zwischenschritt. Aber ich würde sie nur als Zwischenschritt bezeichnen. Der Verkehr in den Dolomiten muss künftig weiter reglementiert werden. Sie sind zu schade für Tagestouristen, die nur drübersausen und kaum Geld liegen lassen.“

kn

Mehr dazu, wie Betroffene und Experten das Projekt „DolomitesVives“ bewerten und wie die Zukunft des Tourismus in den Dolomiten aussehen könnte, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“ am Mittwoch.

stol