Enthalten sind die Maßnahmen des „Übergangsplans“ in einer Eilverordnung, die kürzlich veröffentlicht wurde. Gefördert wird die Anschaffung von intelligenten Maschinen und Anlagen sowie immaterielle Investitionen, dazu zählen vor allem Software und digitale Plattformen. Anders als beim Förderprogramm „Industria 4.0“ spielt bei „Transizione 5.0“ die Energieeinsparung immer eine entscheidende Rolle. <BR /><BR />Die Anschaffungen im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung müssen zudem in einen Investitionsplan eingebettet sein, um gefördert zu werden. Beispiel erneuerbare Energien: „Investitionen in Fotovoltaik-Anlagen zur Produktion von elektrischer Energie, die für den Eigenverbrauch genutzt werden, sollen nur dann gefördert werden, wenn diese in Zusammenhang mit einer Investition in eine intelligente Anlage oder Maschine vorgenommen werden“, erklärt Hubert Berger, Wirtschaftsberater und „WIKU“-Steuerexperte. Ebenfalls solle die Einschränkung gelten, dass die Panels in der EU hergestellt worden sein müssen. Bekanntlich wird dieser Markt aktuell dominiert von Anbietern aus Asien.<h3> Mindestens 3 Prozent weniger Verbrauch</h3>Die Grundvoraussetzung bei den Investitionen ist, dass durch die Maßnahmen eine Senkung des Energieverbrauchs am italienischen Standort des Unternehmens von mindestens 3 Prozent erreicht wird bzw. von 5 Prozent bezogen auf den Produktionsprozess, den die Investitionen betreffen. Die Förderungen gelten für Investitionen im Zeitraum von 1. Jänner 2024 bis einschließlich 2025. „Das ist für umfangreichere Investitionen leider nicht sehr viel Zeit“, so Berger.<h3> Bis zu 45 Prozent Förderung</h3>Durchaus interessant sind die Fördersätze, die der Staat in Aussicht stellt. Das Grundprinzip lautet: „Wer mehr Energie einspart, wird auch mehr belohnt.“ Wer den Verbrauch an der Betriebsstätte um 3 Prozent (5 Prozent im Produktionsprozess) senkt, erhält Beihilfen in Höhe von 35 Prozent (für Investitionen bis zu 2,5 Millionen Euro), 15 Prozent (2,5 bis 10 Millionen) Euro bzw. 5 Prozent (10 bis 50 Millionen Euro). Wer seinen Verbrauch um 6 Prozent (10 Prozent am Prozess) herunterschraubt, kann 40, 20 und 5 Prozent gefördert bekommen.<BR /><BR /> Sollten die Investitionen gar zu einem um mindestens 10 Prozent niedrigeren Verbrauch führen (15 Prozent im Prozess), winken Fördersätze von 45, 25 sowie 15 Prozent. Auch Betriebe, die ihr Personal in Sachen digitale Innovation und Nachhaltigkeit weiterbilden, werden unterstützt, und zwar mit bis zu 10 Prozent bis maximal 300.000 Euro. Die Beihilfen werden in Form von Steuergutschriften gewährt.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64128748_quote" /><BR /><BR />Stellt sich die Frage, wie der Vorher-Nachher-Verbrauch in den Unternehmen ermittelt wird und von wem? „Die Berechnung der Energieeinsparung verspricht nicht einfach zu werden und es ist sicher, dass die Unternehmen zur Inanspruchnahme der Förderung mehrere Techniker bzw. Fachleute zu Rate ziehen müssen. Von diesen müssen sie verschiedene Bestätigungen ausgehändigt bekommen, was mit Aufwand verbunden ist“, fürchtet Berger. Alle Einzelheiten dazu werden die Durchführungsbestimmungen offenbaren, die in Kürze veröffentlicht werden sollen. „Es könnte durchaus sein, dass bei den neuen Förderungen der Teufel im Detail steckt.“<h3> Unabhängig von der Finanzierungsform</h3>Keine Rolle spielt, wie die Neuanschaffung gemacht wird: „Es ist unerheblich, wie ein Unternehmen die Investitionen finanzierungsmäßig abwickeln möchte: Auch das Leasing ist eingeschlossen“, präzisiert Christian Fischnaller, Geschäftsführer Vertrieb bei Hypo Vorarlberg Leasing. Dies sei eine gute Nachricht für viele Betriebe, die in den letzten Jahren verstärkt auf die „hohe Flexibilität und Planbarkeit des Leasings zurückgegriffen haben, um sich zukunftsfit zu machen und wettbewerbsfähig zu bleiben.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-64129011_quote" /><BR /><BR />Für Mai plane man eine Fortbildungsveranstaltung zu den Neuerungen im „Übergangsplan“ gemeinsam mit der gesamtstaatlichen Leasingvereinigung Assilea in Bozen. Laut einer Assilea-Studie gelten Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu den größten Wachstumstreibern der Leasingbranche in Italien. <BR />