Montag, 12. Januar 2015

Weniger IRAP bei unbefristeten Jobs

Rund 88 Millionen Euro weniger an Wertschöpfungssteuer IRAP werden Südtiroler Unternehmen im laufenden Jahr zahlen.

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Foto: © shutterstock

Grund dafür ist die Herabsetzung der Bemessungsgrundlage der IRAP, die - dies sieht der Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher vor - das Land zur Gänze übernehmen wird.

Das staatliche Stabilitätsgesetz sieht vor, dass Unternehmen künftig die Kosten für unbefristet eingestellte Arbeitnehmer von der Bemessungsgrundlage der IRAP abziehen können. "Eine Maßnahme, die natürlich die Unternehmen entlastet, die dadurch aber auch Mindereinnahmen für die öffentlichen Haushalte mit sich bringt", so der Landeshauptmann.

Laut Berechnungen der Finanzabteilung des Landes sinken allein für Südtirol die IRAP-Einnahmen durch diese Maßnahme um 88 Millionen Euro. "Das ist eine Summe, die für uns nicht ganz leicht zu verkraften ist, weshalb wir uns auch die Möglichkeit vorbehalten hatten, unsere IRAP-Sätze leicht anzuheben", so Kompatscher.

Landesregierung muss zustimmen

Der Landeshauptmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Südtirol viel niedrigere IRAP-Sätze anwendet, als im restlichen Staatsgebiet zur Anwendung kommen. Und dabei soll es laut Kompatscher auch bleiben. "Wir werden die im staatlichen Stabilitätsgesetz vorgesehene Entlastung hundertprozentig an die Unternehmen weitergeben", so Kompatscher, der diesen Vorschlag am Dienstag der Landesregierung vorlegen wird.

Im Klartext: Der "normale" Südtiroler IRAP-Satz wird 2015 2,68 Prozent betragen, gleichzeitig sinkt dank des Abzugs der Kosten für unbefristet Angestellte die Bemessungsgrundlage. "Von der Entlastung werden demnach alle Südtiroler Unternehmen profitieren, vor allem aber jene, die für stabile Arbeitsplätze sorgen", so der Landeshauptmann.

stol