Mittwoch, 15. Juli 2015

Wenn Meister Petz die Touristen vergrault

Keine Lust auf bärige Begegnungen im Urlaub: Die Folgen im Trentino sind Stornierungen und vermieste Hüttenlager, schreibt das Tagblatt "Dolomiten" vom Mittwoch.

Im Trentino gibt es erste Stornierungen wegen der Bären.
Im Trentino gibt es erste Stornierungen wegen der Bären. - Foto: © shutterstock

Im Trentino geht die Angst vor dem Bären um.

Der Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi bestätigte, dass jene Bärin, die vor einem Monat zwischen Cadine und Terlago einen Mann angegriffen und schwer verletzt hat (STOL hat berichtet), in den Wäldern am Monte Bondone herumstreife und in seinen Augen immer noch gefährlich sei und deshalb eingefangen werden müsse.

Schüler, die das Hüttenlager nicht verlassen dürfen, über 100 Touristen, die ihren Urlaub stornieren und der „Wald-Kindergarten“, der zum „Wiesen-Kinderhort“ wird, sind die direkte Folge.

Folgen auch für Südtirol?

„Zumal italienische Touristen keinen Unterschied machen zwischen Trentino und Südtirol, hat es natürlich auch bei uns vereinzelt Nachfragen gegeben, wie groß die Gefahr wegen der Bären sei", so der Südtiroler HGV-Präsident Manfred Pinzger. 

Er fordert deshalb, das Bärenprojekt schnellstens zu überdenken, bevor Meister Petz auch hierzulande zu einem Problem nicht nur für die Landwirtschaft wird.

stol/wib

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Alle Hintergründe und Details lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Tagblattes "Dolomiten".

stol