Seit 2021 steht Heiner Oberrauch, Chef des Sportartikelherstellers Oberalp-Salewa, dem UVS als Präsident vor. Doch nun ist für ihn Schluss. Denn seit einigen Jahren sehen die Statuten der Confindustria, also des gesamtstaatlichen Industriellenverbandes, vor, dass die Amtszeit eines Präsidenten auf 4 Jahre begrenzt ist. Eine Verlängerung darüber hinaus ist nicht möglich. Diese Regel gilt auch für die Mitgliedsverbände wie den UVS.<h3> „3 Weise“ gehen auf Kandidatensuche</h3>Somit heißt es für den Interessenverband der heimischen Industrie nun, dass er sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Oberrauch machen muss. Dabei folgt der Verband – so wollen es wiederum die Statuten der Confindustria – einem ganz bestimmten Prozedere: Zunächst ernennt der 52-köpfige Generalrat, dem das Präsidium, die Präsidenten der Sektionen und der Berufsgruppen sowie die Vertreter der Bezirke angehören, eine Designierungskommission, deren Aufgabe es sein wird, Sondierungsgespräche zu führen und geeignete Kandidaten für das höchste Amt im Verband zu suchen. <BR /><BR />Diese „3 Weisen“ sind in der Regel die 3 letzten Präsidenten, das wären aktuell Christof Oberrauch (Durst und Alupress), Federico Giudiceandrea (Microtec) und Stefan Pan (Pan Tiefkühlprodukte).<BR /><BR />Voraussichtlich werden sie in den nächsten Wochen mit diesem Job beauftragt. Bis zum Frühling dürfte dann die Suche abgeschlossen sein. Aus den Vorschlägen der 3 Weisen wird der Generalrat dann den nächsten Präsidenten designieren, die offizielle Wahl durch die Vollversammlung erfolgt voraussichtlich dann im Mai/Juni. <h3> Wird es einer der Vizepräsidenten?</h3>Wer aber hat die besten Aussichten, Heiner Oberrauch in seinem Amt zu beerben? Am naheliegendsten sind natürlich die 4 aktuellen Vize-Präsidenten. Zumindest kamen seit 2004 alle Präsidenten - Christof Oberrauch (2004), Stefan Pan (2010) und Federico Giudiceandrea (2017) - aus den Reihen der Stellvertreter. <BR /><BR />Bei den 4 aktuellen Vizepräsidenten handelt es sich um 3 Männer und eine Frau: Evelyn Kirchmaier, Generaldirektorin von Markas aus Bozen, das Reinigungs- und Mensendienste anbietet, Markus Kofler, Inhaber des Olanger Bauunternehmens Kofler&Rech und ehemaliger Präsident des Kollegiums der Bauunternehmer, Klaus Mutschlechner, CEO des Automobilzulieferers Intercable in Bruneck und Präsident des Netzwerkes Automotive Excellence sowie Harald Oberrauch, Präsident des Drucktechnologie-Unternehmens Durst und des Automobilzulieferes Alupress in Brixen. <BR /><BR />Wer schlussendlich die besten Karten hat, darüber will man im Verband öffentlich noch nicht spekulieren. Man stehe erst ganz am Anfang des Weges und wolle über mögliche Nachfolger nicht öffentlich sprechen, heißt es beim UVS. <h3> Josef Negri geht in Rente</h3>Doch damit ist es mit der Erneuerung im Verband nicht genug: Der UVS muss sich heuer auch auf die Suche nach einem neuen Direktor machen. <BR /><BR />Josef Negri, der seit 2010 die Geschäfte des Unternehmerverbandes leitete, wird heuer im März 67. Er hat bereits angekündigt, dass er dem Verband heuer noch erhalten bleiben wird, doch sich mit Jahresende in die Rente verabschieden möchte. In den nächsten Monaten wird es nun auch darum gehen, einen geeigneten Nachfolger für ihn zu finden.