Donnerstag, 06. Juni 2019

„Werden bis zum Jahr 2045 zu wenig Arbeitskräfte haben“

Der Arbeitskräftemangel wird Südtirol noch lange begleiten: Erst im Jahr 2045 wird sich laut Stefan Luther das Verhältnis zwischen Arbeitsaustritten und Arbeitseintritten anpassen.

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Foto: © shutterstock

Zudem habe Südtirol ein weiteres Problem, sagt der geschäftsführende Direktor der Landesabteilung Arbeit: „Wir Südtiroler sind gut darin, gut ausgebildete Fachkräfte zu verlieren und niederqualifizierte Arbeitskräfte anzuwerben.“

„Dolomiten“: Herr Luther, wenn man sich die Arbeitsmarktdaten des Monats Mai anschaut, fällt auf, dass die Beschäftigung in Südtirol weniger stark gestiegen ist, als in den Monaten zuvor.

Stefan Luther: Das stimmt. Es gibt zwar noch immer ein Beschäftigungswachstum, aber ein weniger starkes als zuvor. Es war aber klar, dass diese Wachstumsraten der vergangenen Monate nicht über einen langen Zeitraum zu halten sind. Das darf aber auch nicht zu negativ gesehen werden.

„D“: Der bestehende Arbeitskräftemangel wird Südtirol also noch lange beschäftigen?

Luther: Sehr lange, laut Prognosen mindestens die kommenden 20 Jahre. Erst ab 2045 soll sich diese Situation wieder beruhigen.

„D“: Warum gerade da?

Luther: Bis dahin gibt es viel mehr Personen die den Arbeitsmarkt verlassen, als Personen, die in den Arbeitsmarkt eintreten.

D/sor

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol