Montag, 07. Januar 2019

Wettbewerbsverzerrung durch Wohnbau-Gesetz

Durch den neuen geplanten Förderbonus für die Holzbauweise entsteht eine klare Wettbewerbsverzerrung, kritisiert der lvh das neue Wohnbau-Gesetz. Laut Martin Gebhard, Obmann der Maurer und Baumeister, zahlen beim neuen Maßnahmenpaket auch die Steuerzahler drauf.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Noch bevor das Unwetter Ende Oktober rund 1,5 Millionen Kubikmeter Sturmholz produzierte, hat Landesrat Arnold Schuler das Holz-Maßnahmenpaket ausgearbeitet. Dieses Maßnahmenpaket sieht nicht nur vor, dass zehn Prozent der öffentlichen Bauten mit Holz realisiert werden sollen, sondern in Zukunft auch private Bauherren, die sich für Holz entscheiden, von Wohnbauförderungen profitieren.

„Dieser Förderbonus bringt eine Wettbewerbsverzerrung mit sich“, kritisiert Martin Gebhard, Obmann der Maurer und Baumeister im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister. „Dabei werden ganze Branchen, die mit der Holzbauweise konkurrieren ausgeschlossen. Zudem werden deutlich mehr Steuergelder ausgegeben, weil Holzbauten teurer als Massivbauten sind.“ Auch würden die Kosten für die  Brandschutz-Versicherung von öffentlichen Gebäuden steigen, da diese für Holzhäuser wesentlich teurer ist als für Massivhäuser, so Gebhard.

In einem Brief an Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler hat der lvh aufgefordert, faire Wettbewerbsbedingungen für alle Wirtschaftstreibenden zu schaffen und klare Zielvorgaben festzulegen, um auch in Zukunft schnell, kostengünstig und nachhaltig bauen zu können. Es soll dem Sachverstand des Bauherrn überlassen bleiben, welche Bauweise, die Massivbauweise oder die Holzbauweise, für ihn die bessere ist.

stol

stol