Freitag, 22. Mai 2015

Whirlpool will über 2.000 Jobs in Italien streichen

Der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool, der im vergangenen Jahr den italienischen Konkurrenten Indesit für rund 758 Mio. Euro übernommen hat, erhöht die Zahl der Jobs, die im Zuge der Akquisition gestrichen werden sollen.

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Das Unternehmen kündigte die zusätzliche Streichung von über 800 Jobs an. Damit steigt die Zahl der Stellen, die in Italien abgebaut werden, auf 2.060.

Die Gewerkschaften riefen am Freitag einen achtstündigen Streik am 12. Juni aus. Am selben Tag ist eine Protestkundgebung in der lombardischen Stadt Varese geplant, wo sich ein Whirlpool-Produktionswerk befindet.

Mitarbeiter einer Indesit-Fabrik im süditalienischen Caserta, die geschlossen werden soll, beteiligten sich am Freitag an einer Protestkundgebung,
Die Regierung von Premier Matteo Renzi bezeichnete den massiven Jobabbau als unannehmbar. Industrieministerin Federica Guidi will zwischen Management und Gewerkschaften vermitteln, in der Hoffnung, die Zahl der Stellen zu reduzieren, die geopfert werden müssen.

Whirlpool hatte im April die Schließung von zwei Produktionswerken in Italien und die Kürzung von 1.335 Stellen angekündigt. Zugleich will das Unternehmen 500 Mio. Euro in Italien für die Integration mit Indesit investieren. Damit soll das italienische Hauptquartier in Fabriano gestärkt werden, wo Indesit ihren Sitz hat.

Der Geschäftsführer von Whirlpool in Italien, Davide Castiglioni, versprach den Einsatz des Konzerns, um die sozialen Auswirkungen der Jobrationalisierung aufs Minimum zu reduzieren. Die Jobkürzungen seien jedoch notwendig, um die europäische Produktion zu stärken und aufrechtzuerhalten. Mit den Jobkürzungen will sich auch die Regierung in Rom befassen.

apa

stol