Am Mittwoch hat der Brixner Stadtrat die Rangordnung für die Vergabe der Gästebetten genehmigt. Laut Stadträtin Sara Dejakum waren 30 Gästebetten für gastgewerbliche Betriebe, 20 Gästebetten für die Privatzimmervermietung und 10 Betten für Urlaub auf dem Bauernhof ausgeschrieben. <BR />„Nur bei den Privatzimmervermietern wurden mehr Betten, als ausgeschrieben, angesucht. Alle 20 werden zugewiesen“, sagt Dejakum. Für Urlaub auf dem Bauernhof haben 2 Betriebe 9 Betten beantragt, gastgewerbliche Betriebe 24 Betten. <BR />Dieses Jahr dürften weitere 15 Betten für die Privatzimmervermietung ausgeschrieben werden, kündigt Bürgermeister Andreas Jungmann an. Er und Dejakum betonen, dass der überhand genommenen Privatzimmervermietung ein Riegel vorgeschoben werden soll. <BR />Da auszugehen sei, dass einige Ansucher bereits so vermieten würden und mit dem Antrag um Gästebetten ihre Situationen bereinigen wollten, werden diese laut Dejakum demnächst einen Brief erhalten. <BR />„Die Gemeindeverwaltung ist dahinter, dass Wohnungen an Einheimische vermietet und nicht für touristische Zwecke genutzt werden. Dafür braucht es Aufklärungsarbeit“, betont Dejakum. Der Dialog werde gesucht und auch die Vorteile einer längerfristigen Vermietung aufgezeigt.<BR />„Brixen ist als Gemeinde mit Wohnungsnot eingestuft“, betont Jungmann, die „cedulare secca“ (die Einheitsbesteuerung auf vermietete Wohnungen) werde in Zukunft von 21 auf 10 Prozent gesenkt. Zudem werde im Herbst auf Landesebene die GIS für die Privatzimmervermietung stark erhöht. <BR />„Das Problem in Brixen ist, dass im Unterschied zur Stadt in den Fraktionen Privatzimmervermietung hilfreich wäre, um diese zu beleben“, meint Jungmann und verweist auf Afers, wo es keine Nahversorgung mehr gibt. Hier sollten Unterscheidungen möglich gemacht werden.