Im Schnitt gingen 2025 südtirolweit 260.897 Menschen einer bezahlten Arbeit nach. Dies entspricht einer Erwerbstätigenquote von 73,9 Prozent, wobei aber eine deutliche Kluft zwischen den Geschlechtern besteht.<h3> Unterschiede zwischen Mann und Frau</h3>Während die Erwerbstätigenquote der Männer bei etwa 79,1 Prozent liegt, beträgt jene der Frauen 68,6 Prozent. Ein Beleg dafür, dass die Fürsorge-Arbeit ungleich verteilt ist: Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der Kinderbetreuung, die Pflege von Angehörigen sowie die Haushaltsführung, was ihre berufliche Karriere ausbremst. <BR /><BR />Aufgeteilt nach Branchen zeigt sich die Bedeutung des Dienstleistungssektors für das Land: Fast drei Viertel der Erwerbspersonen, nämlich 74 Prozent oder absolut 192.800, sind im tertiären Sektor beschäftigt. Im produzierenden Gewerbe sind etwa 21 Prozent beschäftigt. In der Landwirtschaft etwa 4,5 Prozent. <h3> Arbeitslosenzahl verringert sich</h3>Was die Arbeitslosen anbelangt, gibt es in Südtirol zwei Erhebungsmethoden: Es gibt die amtliche Arbeitslosenquote des ASTAT und die Registerarbeitslosenquote des Arbeitsmarktservice (AMS).<BR /><BR />Die amtliche Quote basiert auf einer Stichproben-Umfrage und definiert nur Personen als arbeitslos, die aktiv Arbeit suchen und sofort verfügbar wären. Für das Jahr 2025 ergibt sich daraus eine Quote von lediglich 1,8 Prozent – 0,2 Prozentpunkte niedriger als 2024. Damit herrscht praktisch Vollbeschäftigung in Südtirol. <BR /><BR />Im Gegensatz dazu erfasst die Registerarbeitslosenquote des AMS alle Personen, die formell als arbeitslos gemeldet sind. Dazu zählen auch jene, die beispielsweise saisonbedingt für einige Monate gemeldet sind oder aktuell nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Infolgedessen fällt die AMS-Quote mit im Schnitt 6,2 Prozent deutlich höher aus. Mit diesem Wert liegt Südtirol über der Nordtiroler Registerquote von 4,5 Prozent.<BR /><BR />Zuletzt bleibt ein Blick auf die Nicht-Erwerbspersonen, also jene, die zwar im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) sind, jedoch weder arbeiten noch als arbeitslos gemeldet sind. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.000 auf 84.164 Personen gestiegen. Ein Teil dieser Gruppe – etwa 6.100 Menschen – wäre grundsätzlich bereit, zu arbeiten, steht dem Markt aber aus verschiedenen Gründen aktuell nicht zur Verfügung. Sie bilden damit ein wichtiges Reservoir an Arbeitskräften, das Südtirols Wirtschaft derzeit fehlt.