Samstag, 03. Oktober 2015

Wie "sanft" darf Tourismus sein?: Gespräche in Toblach

In Anwesenheit von Landeshauptmann Arno Kompatscher wurde am Samstag die 26. Ausgabe der Toblacher Gespräche eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung wird in diesem Jahr das Thema "Sanfter Tourismus" mit seinen Vor- und Nachteilen betrachtet, erörtert und diskutiert.

In mehreren Gesprächen und Vorträgen wird in Toblach das Thema "Sanfter Tourismus" erörtert. - Foto: Ulrike Rehmann.
Badge Local
In mehreren Gesprächen und Vorträgen wird in Toblach das Thema "Sanfter Tourismus" erörtert. - Foto: Ulrike Rehmann.

Der Tourismus im Zwiespalt zwischen den Ansprüchen des internationalen Wettbewerbs auf der einen Seite und der Bewahrung der Authentizität der Region auf der anderen Seite ist in Südtirol mehr denn je ein großes Thema. Die diesjährigen Toblacher Gespräche stellen deshalb die Frage, die "sanft" oder "nachhaltig" der Tourismus überhaupt sein darf.

Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung am Samstag von Landeshauptmann Arno Kompatscher, der das Tagungsthema mithilfe eines Blicks auf den Tourismus in den 1970er-Jahren beleuchtete.

Damals, in einer Zeit, in der den Gästen in den Tourismusregionen meist das geboten wurde, was ihnen von zu Hause aus bekannt war, sei in Südtirol der Weg in Richtung Landschaftsschutz kein leichter gewesen.

Kompatscher verwies dabei auf die Segnung des Naturparks Schlern-Rosengarten im Jahr 1974, die in der Bevölkerung auf großen Widerstand gestoßen ist. In der Zwischenzeit, so der Landehauptmann weiter, habe sich die Einstellung grundlegend geändert, weshalb kaum jemand mehr eine solche Einrichtung ablehnen würde. 

Nach mehreren Vorträgen und Diskussionen am Samstag werden die Toblacher Gespräche am Sonntag, 4. Oktober, mit weiteren Gesprächen fortgeführt und abgeschlossen. 

stol 

stol