<BR />Dass die Reiselaune der Südtiroler ungebrochen ist und die Reisebüros hierzulande dieser Tage alle Hände voll zu tun haben, weiß keiner besser als Martin Pichler, Präsident des Verbandes der Reisebüros. Doch wohin verschlägt es Herr und Frau Südtiroler diesen Sommer? „Prinzipiell in die ganze Welt“, antwortet Pichler.<h3> Von Fernreise bis hin zum Badeurlaub an der Adria</h3>„Covid scheint vergessen zu sein, aufgeschobene Fernreisen werden nachgeholt und daher wird sehr viel international gereist“, sagt Pichler. Groß sei beispielsweise das Interesse an Ländern in Afrika wie Südafrika und Namibia. Auch hätten viele Familien und Pärchen Kreuzfahrten gebucht. <BR /><BR />Und gerade wenn es um solch große Reisen in fremde Länder geht, sei trotz Internet und Buchungsplattform die Beratung im Reisebüro für viele unverzichtbar, „und zwar für jung und alt“, bestätigt Pichler. <BR /><BR />Neben dem Trend zu internationalen Reisen und Kreuzfahrten ist und bleibt der klassische Badeurlaub an den Stränden des Mittelmeers für viele Familien und Freundesgruppen weiterhin ein fixer Termin im Sommerprogramm. Die italienische und kroatische Adria und die griechischen Inseln blieben die begehrtesten Destinationen, sagt Pichler.<h3> Flüge ab Bozen – ein Verkaufsschlager</h3>Was diese Saison stärker denn je auffällt, ist das enorme Interesse an Direktflügen ab Bozen. Dies bestätigt nicht nur Martin Pichler, sondern auch Fulvia Bordato vom Reisebüro Alpina Tourdolomit. „Das Angebot der Fluggesellschaft SkyAlps scheint bei der einheimischen Bevölkerung sehr gut anzukommen.“ <BR /><BR />Egal ob Verbindungen nach Ibiza, Sardinien oder Süditalien – die Flüge seien bereits Wochen im Voraus komplett ausgebucht.<BR /><BR />Was die Zeit anbelangt, sei die Hauptreisezeit der Südtiroler im Gegensatz zum Rest Italiens nicht der August, sondern die Zeit zwischen Mitte Juni und Mitte Juli, sagt Bordato. <h3> Flugzeug oder Auto?</h3>Vor wenigen Tagen hat eine Umfrage unter den „STOL“-Lesern ergeben, dass rund 38 Prozent mit dem Auto in den Urlaub fahren und 32 Prozent fliegen. Von einer Flugscham sei man hierzulande weit entfernt, bestätigen auch die Reisebüros. <BR /><BR />Die globale Luftfahrt boomt und steht heuer „aller Wahrscheinlichkeit nach“ trotz höherer Ticketpreise vor einem Allzeit-Passagierrekord, heißt es in einer Analyse des Kreditversicherers Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade. Demnach sollen 10,4 Prozent mehr Passagiere den Airlines 899 Milliarden Euro Einnahmen bescheren. Das wären 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr.<BR /><BR />In Europa dürften 5,9 Prozent mehr Menschen einen Flieger nutzen. In Nordamerika liegt der Anstieg bei 9,2 Prozent, in Asien sogar bei 17,2 Prozent. „Die Konsumenten sind bereit, höhere Preise zu zahlen, das Reisen scheint ein unverzichtbarer Bestandteil im Haushaltsbudget zu sein“, schreibt Acredia-Vorstand Michael Kolb.