Neun Messen pro Jahr, 2.300 Aussteller, 151.000 Besucher: Laut eigenen Hochrechnungen schafft die Messe Bozen damit jährlich über eine Million Begegnungen unter einem bunt gemischten Publikum. 60 Prozent der Besucher stammen aus Südtirol, 37 Prozent aus dem restlichen Italien und knapp drei Prozent aus dem Ausland. Bei den Ausstellern sind sogar 22 Prozent aus dem Ausland. <BR /><BR />Doch gerade für die lokale Wirtschaft spielt die Messe eine zentrale Rolle, zeigt eine Befragung des Wirtschaftsforschungsinstituts unter knapp 1.800 Unternehmen: Neun von zehn Befragten bewerten die Messe Bozen positiv. Jeder vierte Betrieb stand in den vergangenen fünf Jahren in Kontakt mit dem Messehaus – allen voran als Besucher (34 Prozent), aber auch als Aussteller oder Lieferant (sieben Prozent). <h3> Wichtige Plattform für Geschäftskontakte</h3>„Der Großteil der Unternehmen schätzt die Messe als wichtige Plattform für Geschäftskontakte und mehr Sichtbarkeit“, fasst Wifo-Studienautor Michele Defrancesco zusammen. Zudem verstehen viele die Messe Bozen als Motor für Innovationen.<BR /><BR />Dennoch sehen die Befragten Potenzial für Verbesserungen: Mehr als ein Viertel wünscht sich, dass mehr Besucher und Aussteller von außerhalb Südtirols teilnehmen. Zudem soll das Rahmenprogramm stärker auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten werden. Auch bei der Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten, sich vor Ort zu vernetzen, erwarten sich die Unternehmen laut Wifo weitere Fortschritte.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-76158562_quote" /><BR /><BR /><BR />Aus diesen Ergebnissen will die Messe bereits für die anstehende Saison Handlungsfelder ableiten. Dass viele Betriebe wegen fehlender Personalressourcen die Angebote nicht nutzen, ist für Messe-Präsidentin Greti Ladurner ein Weckruf. „Wir möchten den Unternehmen deshalb mehr Support mitgeben.“ Künftig wolle man die Betriebe von der ersten Idee bis hin zur Stand-Planung besser unterstützen. „Eine Lösung sind vorgefertigte Standmodule.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1354308_image" /></div> <BR /><BR />Auch dem Wunsch nach mehr Internationalisierung möchte man nachkommen – „etwa durch neue Formate oder indem man bewährte Messekonzepte nach draußen exportiert“, so Ladurner weiter.<BR /><BR />Beim Thema Nachhaltigkeit sieht sich die Messe Bozen ebenfalls in der Pflicht. „Wir arbeiten bereits dahingehend an ganz vielen Feldern, wollen das aber noch besser kommunizieren“, betont Messe-Direktor Thomas Mur. <h3> Italiens Messewirtschaft schafft 22,5 Mrd. an Wertschöpfung</h3>Wie wichtig Messen für die Gesamtwirtschaft sind, unterstreichen auch aktuelle Zahlen des italienischen Messeverbandes AEFI: Mit einer Gesamtwertschöpfung von 22,5 Milliarden Euro trägt die italienische Messebranche rund 0,7 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei – damit belegt Italiens Messewirtschaft weltweit Platz vier hinter China, den USA und Deutschland.