Keimsprossen bieten dabei ideale Voraussetzungen, denn sie sind leicht zu ziehen und reich an wertvollen und nahrhaften Inhaltsstoffen. <BR /><BR />Bei Keimsprossen, die auch Keimlinge oder Sprossen genannt werden, handelt es sich um Jungtriebe, welche aus Samen von Gemüse- und Getreidepflanzen gekeimt sind. Für die Anzucht von Keimsprossen braucht es Licht, Luft, moderate Wärme und konstante Feuchtigkeit. Zur Aussaat eignen sich verschiedene Gefäße, entweder spezielle Gläser mit Siebeinsatz, mehrstöckige Keimgeräte oder auch einfache flache Schalen, Weckgläser beziehungsweise Einmachgläser. <BR />Zunächst sollen die Samen 4 bis maximal 12 Stunden in Wasser (je nach Art des Samens) eingeweicht sowie danach gründlich abgespült werden, bevor sie ins Keimgefäß kommen. Im Keimgefäß muss dann für konstante Feuchtigkeit gesorgt werden, in einer einfachen Schale kann dies zum Beispiel mit einem feuchten Küchenpapier passieren, in den speziellen Keimgläsern muss der Untersetzer konstant mit Wasser gefüllt sein. Die Gefäße stellt man zum Ankeimen am besten an einen hellen Ort, zum Beispiel auf eine Fensterbank, ideale Temperaturen sind dabei zwischen 18 und 20 Grad Celsius.<h3> Schimmelbildung verhindern</h3>Um Schimmelbildung und Bakterienbefall zu verhindern, spült man die Keimlinge mindestens einmal am Tag mit lauwarmem Wasser ab, besser noch zwei- bis dreimal am Tag. Bereits nach einigen wenigen Tagen zeigen sich bei gewissen Samen wie Rettich, Alafa oder Bockshornklee die ersten weißen Spitzen an den Samen, andere Samen, wie Linse oder Bohne brauchen etwas länger für den Keimstart.<h3> Zum richtigen Zeitpunkt ernten</h3> Insgesamt sind die meisten Keimsprossen 4 bis 7 Tage nach dem Ansetzen erntereif, werden sie zu spät geerntet, können sich Bitterstoffe entwickeln. Besonders zur Keimsprossenanzucht eignen sich Kresse, Sojabohnen, Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Lein, Rettich, Mungobohne, Senf, Bockshornklee, Sonnenblumenkerne, Buchweizen, Karotte, rote Bete, Alafa, Sesam, Rucola, und Brokkoli. <BR /><BR />Die Körner beziehungsweise Samen können entweder nach Arten getrennt oder als Mix gekeimt werden. Dabei reicht eine kleine Menge an Samen aus, um eine schnelle und üppige Ernte zu erhalten. <h3> Diese Inhaltsstoffe sind in den Keimen</h3>Je nach zum Keimen gebrachten Samen enthält man Keimlinge mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. So enthalten die nussigen Keimlinge der roten Bete viel Vitamin C, Folsäure und Magnesium. Rucola-Keimlinge enthalten im Gegensatz dazu eine große Menge an Jod, jene der Mungobohne Vitamin C und E sowie fast alle Vitamine aus der B-Gruppe, dazu verschiedene Mineralien und Spurenelemente. <BR /><BR />Brokkoli-, Rucola- und Gartenkresse beinhalten Senföle, die das Wachstum von Bakterien hemmen können, wohingegen Saponine in Hülsenfrüchten Viren- und Pilzerreger bekämpfen. Sojabohnenkeimlinge sind bekannt für die entzündungshemmenden Flavonoide, Sonnenblumenkerne und Leinsamen können helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. <BR /><BR />Die Keimsprossen werden dabei am besten kurz vor dem Verzehr geerntet und nicht danach noch aufbewahrt, da sie recht empfindlich sind. Sind sie schleimig, haben braune Verfärbungen oder riechen faulig, dann ist vor einem Verzehr abzuraten.