Donnerstag, 12. März 2020

Wiener Börse mit Rekordverlust - Dow Jones bricht ein

Die Wiener Börse hat am Donnerstag inmitten einer internationalen Börsentalfahrt mit einem neuen Rekordverlust geschlossen. Der ATX fiel um 314,73 Punkte oder 13,65 Prozent auf 1.991,22 Einheiten. So einen starken Verlust hat er in seiner Geschichte noch nie verbucht. Massive Einbrüche erlitten auch der DAX in Frankfurt sowie der New Yorker Aktienindex Dow Jones.

ATX bricht um 13,65 Prozent ein.
ATX bricht um 13,65 Prozent ein. - Foto: © HERBERT NEUBAUER
Der ATX rutschte auf das niedrigstes Niveau seit dem Sommer 2016. Der Abwärtsschub erfasste in Wien Aktien aus allen Branchen. Keiner der im prime-market-Segment der Wiener Börse vertretenen Werte verbuchte ein kleineres Minus als 4,5 Prozent.

Der US-Aktienindex Dow Jones hat angesichts der Coronavirus-Krise knapp zehn Prozent verloren und damit den schwersten Einbruch seit 33 Jahren erlitten. Der Dow Jones büßte am Donnerstag rund 2.350 Punkte ein und stand nach Handelsschluss bei etwa 21.200 Punkten. Es war der stärkste Verlust seit dem Börsencrash vom Oktober 1987.

Fast ebenso starke Verluste erlitten der Technologie-Index Nasdaq und der Leitindex S&P 500. Die New Yorker Zentralbank hatte am Donnerstag vergeblich versucht, den Kursverlust zu stoppen. Sie kündigte an, in dieser Woche 1,5 Billionen Dollar (1,34 Billionen Euro) in die Finanzmärkte zu pumpen. Das führte aber nur zu einer kurzzeitigen Erholung der Aktienkurse.

In Frankfurt am Main schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) am Donnerstag mit einem Minus von 12,24 Prozent. Das war der stärkste Tagesverlust seit 1989. Seit Anfang des Jahres sackte der Dax damit um mehr als 30 Prozent ab. Der Euro-Stoxx-50 büßte 12,4 Prozent an Wert ein.

Die nicht abschätzbaren Auswirkungen durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die jüngste Talfahrt an den Aktienbörsen beschleunigt. Die Europäische Zentralbank konnte mit ihrem geplanten Maßnahmenpaket, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, unter anderem mit zusätzlichen Anleihekäufen, nicht überzeugen. Die Nervosität der Anleger nimmt immer stärker zu und dadurch steigt auch die Volatilität an den Märkten rasant an.

apa

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