Montag, 24. Juni 2019

Wiener Hostelkette Wombat ´s expandiert in Italien

Wombat ´s hat einen neuen Auslandsmarkt im Visier. Die österreichische Hostelkette, die bereits in Wien, Berlin, München, Budapest und London präsent ist, will jetzt auch in Italien Fuß fassen. Am 10. Juli wird in Mestre – ein Festland-Stadtteil von Venedig – ein Wombat ´s-Haus mit fast 600 Betten eingeweiht. Nach weiteren Wachstumsgelegenheiten wird in Italien gesucht.

Die österreichische Hostelkette, die bereits in Wien, Berlin, München, Budapest und London präsent ist, will jetzt auch in Italien Fuß fassen.
Die österreichische Hostelkette, die bereits in Wien, Berlin, München, Budapest und London präsent ist, will jetzt auch in Italien Fuß fassen. - Foto: © shutterstock

Wombat ´s-Hostels, ein Mix aus Hotel und Jugendherberge, könnten bald in Mailand, Florenz und Rom entstehen. „Wir sind überzeugt, dass unser Konzept auch in Italien erfolgreich sein kann. In Italien kennt man zwar die Ostelli, billige Jugendherbergen, die aber mit unserem Begriff von modernen Hostels nichts zu tun haben. Wir wollen auch in Italien unser Beherbergungsmodell einführen“, sagen Sascha Dimitriewicz und Marcus Praschinger, Gründer und Eigentümer der Hostelkette, im Gespräch mit der APA. Gemeinsam haben sie 1999 das Unternehmen Wombat ´s gegründet.

Italien kennen die beiden Unternehmer gut. In Rom hatten die beiden Freunde in den 90-er Jahren einen Italienisch-Kurs in Rom besucht, außerdem haben sie das Land viel bereist. Die Reiselust sowie der feste Wille, Menschen zusammenzubringen, sind geblieben. Denn Reisen bedeutet laut der Philosophie der Wombat ´s-Eigentümer, nicht nur Orte zu sehen, sondern vor allem Menschen kennenzulernen.

Die Wombat ´s-Häuser in Italien sollen nach dem Wiener Modell entwickelt werden. Um die Preise niedrig zu halten, teilen sich die Gäste Lounge, Bar und Gästeküche. Jedes Zimmer im Hostel ist mit einer Klimaanlage und einem eigenen Bad ausgestattet. Zwar sind Reisende bis 35 Jahren noch immer die wichtigste Zielgruppe, aber auch Familien mit Kindern und Businessreisende sind keine ungewöhnlichen Hostel-Kunden mehr.

Hotelviertel am Bahnhof

In Mestre werden unter anderem Einzel- und Doppelzimmer angeboten, größtenteils sind aber Mehrbettzimmer gefragt, jedes mit Dusche und WC. Wie bereits in den anderen Wombat ´s Häuser gibt es auch hier eine Rund-um-die-Uhr-Rezeption und versperrbare Schränke in den Zwei-, Vier-, Sechs- und teilweise Achtbettzimmern.

In Mestre ist das Wombat ´s-Haus in einem neu errichteten Hotelviertel direkt am Bahnhof entstanden. Errichtet wurde es von dem in Wien ansässigen Immobilienentwickler MTK im Besitz des deutschen Investors Tilmar Hansen. Dieser hat bei einer Versteigerung das etwa 16.000 Quadratmeter große Grundstück am Bahnhof erworben, auf dem neben dem Wombat ´s-Haus weitere drei Hotelstrukturen entstanden sind. Das Gelände wurde am vergangenen Donnerstag im Beisein des Bürgermeisters von Venedig, Luigi Brugnaro, eingeweiht.

„Das Projekt in Mestre ist auf uns zugekommen und es hat sich in kurzer Zeit konkretisiert. Wir sind damit sehr zufrieden. Die Bauarbeiten für das Gebäude haben im April 2017 begonnen und sind pünktlich abgeschlossen worden“, so Dimitriewicz und Praschinger. Mestre und die Nähe des Hostels zum Bahnhof seien für Touristen ideal, um nicht nur Venedig, sondern auch die vielen anderen Städte der Region Venetien zu besichtigen.

Die Zusammenarbeit mit der Wiener MTK funktioniere sehr gut, versichern die beiden Wombat ´s-Besitzer. Die Gesellschaft hat das Haus gebaut, Wombat ´s zieht als Mieter mit einem 20-jährigen Vertrag ein. Nicht ausgeschlossen sei, dass mit MTK weitere Projekte in Italien verwirklicht werden.

Wombat ´s wurde 1999 gegründet und beschäftigt inzwischen 400 Personen, der Firmensitz ist in Wien. Benannt wurde die Gesellschaft nach einem australischen Kleinsäugetier.

apa

stol