Insgesamt blicken 93 Prozent der Betriebe im Gastgewerbe zufrieden auf das heurige Jahr. Optimistisch ist man vor allem in der Beherbergung, die von einer Zunahme der Nächtigungen profitiert. Südtirol zählte von Januar bis Oktober über 33,5 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.<BR /><BR />Die Hauptmärkte bleiben Deutschland und Italien, doch auch der Anteil internationaler Gäste wächst stark. Die Zahl der Übernachtungen von Touristen aus anderen Ländern stieg um 11,3 Prozent. „Die Diversifizierung der Kundschaft eröffnet neue Chancen für den gesamten Tourismussektor“, betont Handelskammer-Präsident Michl Ebner.<h3> Bars und Cafés unter Druck</h3>Auch viele Gastronomiebetriebe melden gute Ergebnisse, doch Bars und Cafés stehen vor deutlich größeren Herausforderungen. Laut Wifo erwartet die Hälfte dieser Betriebe einen Umsatzrückgang, und ein Fünftel bewertet das Geschäftsjahr negativ.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1106628_image" /></div> <BR /><BR />„Bars und Cafés spielen als soziale Treffpunkte für Einheimische und Gäste eine zentrale Rolle in den Dörfern und Tälern. Doch diese Funktion, die lange als selbstverständlich galt, wird immer schwieriger aufrechtzuerhalten“, warnt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Er fordert mehr Wertschätzung und gezielte Unterstützung für diese Betriebe.<BR /><BR />Daran knüpft auch Philipp Moser, Präsident des Wirtschaftsverbands hds, an: „Diese Betriebe müssen dringend entlastet werden, etwa bei den hohen Gebühren für Essensgutscheine.“ Bei diesen zeichnet sich nun jedoch eine Änderung ab. Laut dem aktuellen Entwurf des Wettbewerbsgesetzes ist eine Deckelung der Provisionen vorgesehen ( <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/von-essensbons-bis-start-ups-das-wird-neu-im-neuen-jahr" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wir haben berichtet</a>). <h3> Positive Aussichten für 2025</h3>Die Erwartungen für das kommende Jahr sind optimistisch: Fast alle Unternehmen im Gastgewerbe rechnen mit einer positiven Entwicklung. Besonders das Umsatzwachstum durch internationale Gäste bleibt eine treibende Kraft, während die Ausgaben italienischer Touristen noch stagnieren könnten.<BR /><BR />Auf Bezirksebene zeigen sich Betriebe im Burggrafenamt und im Schlerngebiet besonders zuversichtlich. Der Südtiroler Tourismus blickt also mit Hoffnung in die Zukunft.