Der Geschäftsklimaindex ist im Zuge der aktuellen Sommerumfrage um 3,7 Punkte auf 15,9 Zähler gesunken. Als Hauptgrund für die gedrückte Stimmung nennen die Betriebe die steigenden Kosten – allen voran getrieben durch die Energiepreise. Da die künftige Entwicklung von Ungewissheit geprägt ist, stagnieren die Investitionen. <BR /><BR />Die Umsatzentwicklung wird laut Wifo heuer vom Anstieg der Verkaufspreise profitieren, dürfte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr verlangsamen. Das Umsatzwachstum wird weiterhin von den größeren Unternehmen getragen, während kleinere Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten mit einem Rückgang der Absatzmengen rechnen.<BR /><BR />Trotz dieser Schwierigkeiten gehen 89 Prozent der Unternehmen davon aus, zumindest befriedigende Erträge einzufahren. Die Stimmung driftet je nach Branche auseinander: Während im Tourismus und Transportwesen Optimismus vorherrscht, fallen die Erwartungen bei den landwirtschaftlichen Genossenschaften und im Einzelhandel verhaltener aus.<h3> Der Krieg im Nahen Osten bremst das globale Wachstum</h3>Vor allem der Krieg im Nahen Osten bremst die Weltkonjunktur aus. Da weniger Öl aus der Golfregion fließt, steigen weltweit die Preise für Energie und wichtige Rohstoffe in Industrie und Landwirtschaft. Das treibt die Inflation weiter an. Neben dem Irankonflikt bestehen mit dem Krieg in der Ukraine und den Zwischenwahlen in den USA weitere Ungewissheiten. <BR /><BR /> Vor diesem Hintergrund hat die OECD ihre Schätzungen für das globale BIP-Wachstum nach unten korrigiert, von 3,4 Prozent im Frühjahr auf aktuell 2,8 Prozent.<h3> Südtirols BIP-Prognose nach unten geschraubt</h3>Auch heuer wird Italien weniger wachsen als der europäische Durchschnitt. Laut OECD dürfte die italienische Wirtschaft auch 2026 lediglich um einen halben Prozentpunkt wachsen. Grund dafür sind die negativen Auswirkungen der steigenden Energiepreise auf den Konsum, die Kaufkraft der Haushalte, die Investitionen und die Exporte. <BR /><BR />Für Südtiroler erwartet das Wifo – unter der Annahme einer schrittweisen Normalisierung des Warenverkehrs im Persischen Golf – ein reales Wachstum des Südtiroler BIP von 0,6 Prozent. (Astat: 1,0 Prozent; AFI: 0,9 Prozent). <BR /><BR /><BR />Für Handelskammerpräsident Michl Ebner ist klar, dass der Staat jetzt gegensteuern muss: „In diesen Phasen großer Ungewissheit ist die öffentliche Unterstützung von Investitionen in Innovation und Digitalisierung umso wichtiger, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten, ihre Produktivität zu steigern und damit Beschäftigung und Einkommen der Familien zu sichern.“