„Dies ist ein weiterer Grund, auch im öffentlichen Bereich der Entwicklung der Personalkosten größere Aufmerksamkeit zu schenken“, meint dazu Handelskammerpräsident Michl Ebner.Aus dem Vergleich zwischen der Entwicklung in Südtirol und jener auf nationaler Ebene gehe hervor, dass im betrachteten Vierjahreszeitraum die Löhne in der Provinz Bozen stärker gestiegen seien als im italienischen Durchschnitt, und zwar für alle Kategorien der Lohnabhängigen. In Südtirol haben - laut Wifo-Auflistung - vor allem die Angestellten höhere Lohnsteigerungen genossen, mit einer durchschnittlichen Erhöhung des Bruttogehaltes um 17,2 Prozent zwischen 2005 und 2009 (gesamtstaatlicher Prozentsatz: 12 Prozent). Es folgen, laut Studie, die leitenden Angestellten (+14,8 Prozent in Südtirol und +12,6 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene) und die Arbeiter (+11,6 Prozent in Südtirol und +9,1 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene). Die durchschnittliche Lohnsteigerung für die Führungskräfte war – so das Wifo - eher bescheidener (+9,8 Prozent in Südtirol und +8,3 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene), entsprach aber immer noch der Erhöhung der Inflationsrate. Im betrachteten Zeitraum seider Index der Verbraucherpreise (NIC) um 9,9 Prozent in Bozen und um 8,3 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene gestiegen.Auch in dem für die Wirtschaft schwierigen Jahr 2009 seien die Löhne weiter gestiegen. Die konjunkturelle Lage habe jedoch nur beschränkte Erhöhungen zugelassen.