<b>Von Christoph Höllrigl</b><BR /><BR />Über vier Millionen Nutzer vermeldete der Skiverbund „Dolomiti Superski“ noch vor einem Jahr stolz, als Mitte April zur Saison 2024/25 bilanziert wurde. Nun, ein Jahr später, wird von ähnlichen Erfolgszahlen berichtet: „Mit den Ersteintritten bewegen wir uns in dieser Saison wieder auf dem gleichen Niveau“, betont Marco Pappalardo, Marketing-Direktor von „Dolomiti Superski“. <BR /><BR />Will heißen, die Zahl von vier Millionen Nutzern könnte man neuerlich knacken. Definitiv abgerechnet wird freilich erst, wenn die letzten Skigebiete schließen. Bei „Dolomiti Superski“ bewegt man sich aber nicht „nur“, sondern „trotz allem“ auf Vorjahresniveau, wie Pappalardo erklärt, „denn wir hatten dieses Mal einen Einbruch mit Olympia.“ <h3> Olympische Aversion verhagelt Rekord bei „Dolomiti Superski“</h3>Die konkreten Einschränkungen, die sich daraus ergaben: Vom 12. Jänner bis 20. März war der normale Skibetrieb in Cortina d'Ampezzo – das zum Skiverbund „Dolomiti Superski“ gehört – fast völlig eingestellt (Vorbereitung, Wettkämpfe usw.). „Damit sind praktisch zwei Monate inklusive Faschingsgeschäft weggefallen“, betont Pappalardo. Eine ähnliche Si<?TrVer> tuation habe es im Skigebiet Obereggen (Ski Center Latemar) gegeben, weil dort der Zugang über Predazzo (Olympiawettbewerbe Skispringen und Nordische Kombination) eingestellt war.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302987_image" /></div> <BR />Aber nicht nur dort hätten sich die Olympischen Winterspiele 2026 negativ ausgewirkt: „Wir haben generell eine ,olympic aversion‘, wie sie mittlerweile auch wissenschaftlich genannt wird, gespürt“, so Pappalardo. Dieses Phänomen – Gäste meiden das Gebiet um die Olympiastätten – wiederhole sich immer wieder, „weil sie Angst haben vor Verkehr, Menschenmengen und hohen Preisen.“<BR /><BR />Was sich auf die Zahlen einer Wintersaison also negativ auswirken kann, stellt sich langfristig freilich anders dar: „Natürlich sind wir höchst erfreut, dass Olympia bei uns stattgefunden hat. Es gab wunderschöne Bilder, die wir mit der Welt geteilt haben. Das werden wir in den nächsten Jahren si<?TrVer> cher entsprechend ausnutzen können.“<BR /><BR /><h3> Neuer Rekord mit plus zehn Prozent bei „Ortler Skiarena“</h3>Während bei „Dolomiti Superski“ die Ersteintritte bzw. Nutzer als Vergleichskennzahl dienen, sind es bei der „Ortler Skiarena“ die Saisonkarten, die natürlich vorwiegend von Einheimischen genutzt werden. Stunden- oder Tageskarten werden von den 15 beteiligten Skigebieten nämlich autonom, nicht im Verbund abgerechnet.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302990_image" /></div> <BR />Im Gegensatz zu „Dolomiti Superski“ spielte Olympia bei der „Ortler Skiarena“ keine negative Rolle. Das zeigt sich auch an den Zahlen, über die Geschäftsführer Hannes Kneissl berichtet: „Wir haben um die zehn Prozent mehr Saisonkarten verkauft. Das ist bisher das absolute Rekordergebnis.“ In absoluten Zahlen seien das rund 14.000. „Es wurden mit diesen Saisonkarten außerdem mehr Skitage gefahren, es gab also mehr Frequenz“, freut sich Kneissl und sieht damit die Attraktivität dieses Angebotes bestätigt. „Wir bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind froh, dass wir damit viele Skifahrer aus Südtirol ansprechen können.“ Am Ende der Saison werde man bei den Saisonkarten durchschnittlich bei 20 Skitagen landen.<BR /><BR />Der Ausblick auf die nächste Saison ist in der „Ortler Skiarena“ ebenso positiv: „Denn wir werden noch wachsen. Dann erwarten wir uns einen weiteren Aufschwung“, so Hannes Kneissl in seiner Prognose. Gemeint ist die Erweiterung des Verbundes auf die Skigebiete Speikboden, Klausberg und Ratschings–Jaufen.