„Hier war einmal ein Gerichts- und Verwaltungssitz “, erzählte Ortler bei einem Gespräch mit uns. Ursprünglich hatte Ortler einen Abschluss in Wirtschafts- und Sozialgeschichte gemacht. Die Begeisterung für das Kochen hatte ihn jedoch bereits während seiner Studienjahre gepackt, und er folgte letztendlich dieser Leidenschaft. Nachdem Ortlers Vater den Flurinturm gekauft hatte, sanierte er ihn und eröffnete im September 2018 das „flurin“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1042062_image" /></div> <h3> Lokal und saisonal</h3>„Von Anfang an war uns Nachhaltigkeit wichtig“, sagte Ortler. Das spiegelt sich darin wieder, dass die Produkte lokal und saisonal sind. Nur Bio sei schwierig, merkte er an. Die Speisekarte sei überschaubar, da Ortler und sein Team frische Produkte anbieten wollen, außerdem wechsle die Karte monatlich, denn was saisonal gerade erhältlich ist, wird auch verwendet. Darum gebe es im „flurin“ auch keine Erdbeeren im Winter, sagte Ortler. <BR /><BR />Besonders das Kochen mit lokalen Lebensmitteln entwickelte sich laut Ortler zu einem aktuellen Trend in der Kochszene, der in den vergangenen Jahren beliebt wurde. Dieser Trend bzw. diese kulinarische Bewegung kommt aus Skandinavien und nennt sich „Nordic cuisine“. Der Trend beinhaltet eine kleine Produktpalette, lokale Produkte und eine simple Küche, die die verwendeten Lebensmittel mit neuen Kochtechniken ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1042065_image" /></div> <BR />Ortler wurde davon während seinen Studienjahren als Aushilfskraft in gastronomischen Betrieben beeinflusst und lernte während seiner Zeit im Ausland lokale Produkte wertzuschätzen, denn die Lebensmittel aus Südtirol, wie Eier von der Großmutter, gab es dort natürlich nicht. So gehe es heute auch vielen Gästen, die das „flurin“ aufsuchen und auch auf die Herkunft der Lebensmittel achten. „Die Leute wollen wissen, wo die Produkte herkommen“, sagte Ortler. <h3> Tradition und Innovation</h3>„Wir sind eine neue Generation“, sagte Ortler. Deshalb vereine das Restaurant das Althergebrachte und Tradition mit dem Modernen. In der Küche werden die traditionelle Speisen und lokalen Produkte mit modernen Kochtechniken gepaart, die Servicekräfte tragen moderne Kleidung und auch das Mobiliar ist modern, der Charme des alten Gebäudes bleibt aber erhalten. <BR /><BR />Ortler selbst ist die Tradition auch wichtig. Er eröffnete vor einigen Tagen sein zweites Restaurant, den „Steinbock“, welches „sehr heimisch“ arbeite, außerdem veröffentlichte Ortler ein Kochbuch mit Südtiroler Gerichten und Geschichten.