Man müsse endlich das halten, was man verspricht, sagt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Er meint damit die Ankündigungen der italienischen Regierung der vergangenen Monate zu den Hilfsgeldern. „Versprochen hat man uns viel, bekommen tun wir aber nur sehr wenig“, ärgert sich Pinzger. <BR /><BR /><BR /><i>Von Arnold Sorg</i><BR /><BR /><BR />In diesem einen Jahr Pandemie habe man von der italienischen Regierung immer wieder gehört, dass nun Hilfsgelder kommen würden, die die Betriebe wirklich ordentlich entschädigen, so der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger. <BR /><BR />Umso enttäuschter ist er vom letzten Wurf der italienischen Regierung, dem „decreto sostegni“. „Ein Betrieb erhält Verlustbeiträge zwischen 2 und 5 Prozent des entgangenen Umsatzes, während die Betriebe in Österreich oder Deutschland um die 70 bis 80 Prozent erhalten“, echauffiert sich Pinzger. „Das kann es wirklich nicht sein.“ Das mindere nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Betriebe gegenüber den Mitstreitern im Ausland, sondern stelle viele Betriebe auch vor Existenzproblemen. <BR /><BR />„Es gibt nur 2 Möglichkeiten“, so Pinzger: „Entweder man lässt uns arbeiten, oder man entschädigt uns angemessen, wenn unsere Betriebe schon behördlich geschlossen werden.“ Es wurde für April zwar ein weiteres Hilfspaket angekündigt, aber bis diese Gelder kommen, vergingen wieder ein paar Monate. „Wir können diese dauernden Ankündigungen nicht mehr hören“, so Pinzger. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-48371779_quote" /><BR /><BR /><BR />Da die Hilfen des Staates nur marginal seien, wie Pinzger sagt, erwartet er sich nun, dass das Land einspringe, in dem Sinne, dass man die Deckelung der Fixkostenbeiträge erhöhe. „Die Landespolitik hat immer gesagt, man will abwarten, welche Hilfen der Staat bereitstellt. Nun wissen wir, dass diese Hilfen bei weitem nicht ausreichen.“ <BR /><BR />Zumindest für den Bereich Beherbergung und Gastronomie erwarte sich Pinzger daher, dass das Land die Deckelung der Fixkostenbeiträge von derzeit 100.000 Euro auf 150.000 Euro erhöhe. „Unsere Betriebe wurden 200 Tage behördlich geschlossen, das sollte das Land bei den Kriterien für die Beiträge berücksichtigen.“<BR /><BR />