Dienstag, 24. November 2020

„Wir können nicht Österreich unsere Touristen schenken“

Der italienische Hotelierverband hat Sorge, dass Italien einseitig das Skifahren zu Weihnachten verbieten könnte. Das würde nur dazu führen, dass die Urlauber in andere Länder ausweichen.

Wenn die Pisten in Südtirol und Italien nicht öffnen dürfen, werden die Urlauber nach Österreich ausweichen, befürchten die Hoteliers.
Wenn die Pisten in Südtirol und Italien nicht öffnen dürfen, werden die Urlauber nach Österreich ausweichen, befürchten die Hoteliers. - Foto: © Dolomiti Superski / wisthaler
„So schenken wir unseren Nachbarländern wie Österreich, der Schweiz und Frankreich Touristen, während wir geschlossen bleiben müssen“, protestierte der Präsident des italienischen Hotelierverbands Federalberghi, Bernabo Bocca, laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Ein Skiurlaub-Verbot als Maßnahme zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie sollte eventuell auf europäischer Ebene beschlossen werden. Der Verbandschef bezifferte die Verluste für die italienische Hotellerie im schwarzen Epidemie-Jahr 2020 auf 14 Milliarden Euro. Dies entspreche einem Rückgang gegenüber 2019 von 57 Prozent. Auch die Aussichten für 2021 seien nicht positiv.

Norditalienische Regionen protestieren gegen Pläne der Regierung in Rom bezüglich einer möglichen Schließung der Skipisten über die Weihnachtszeit als Maßnahme gegen die Coronapandemie. „Unsere Experten haben ein Dokument mit Vorschriften entworfen, die den normalen Beginn der Skisaison in voller Sicherheit ermöglichen“, sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia, im Interview mit dem „Corriere della Sera“ am Dienstag.

apa