Überhaupt in Europa, ein bisschen auch in Italien und gerade in Südtirol sei eine Überwindung der Krise vorsichtig spürbar, meinte Kompatscher am Dienstag. Die schwierigen Jahre würden wohl langsam überwunden. Aus diesem Anlass zählte der Landeshauptmann am Dienstag mehrere Maßnahmen auf, mit denen das Land die Wirtschaft anzukurbeln versucht.Abgesehen vom nun zu bauenden Technologiepark sind dem Landeshauptmann vor allem drei Punkte wichtig:a) Heißes Eisen Lohnsteuer: Schon im Finanzgesetz sei eine IRAP-Senkung vorgesehen, im anstehenden Omnibusgesetz soll nun eine weitere Senkung von 2,88 auf 2,78 Prozent folgen. "Zudem haben wir in diesem Passus festgeschrieben, dass der ordentliche IRAP-Satz ab 2015 sogar auf 2,68 Prozent verringert wird", so Kompatscher. Innerhalb nur weniger Monate habe die Landesregierung den IRAP-Satz damit um 0,3 Prozentpunkte, also um über zehn Prozent gesenkt.b) Millionen bei Ansuchen um Sanierungsvorschüsse: Einen weiteren Impuls für die Wirtschaft, vor allem für das Baugewerbe erhofft sich die Landesregierung aus den Vorschüssen, die das Land auf die staatlichen Steuervergütungen bei der Sanierung von Privatwohnungen zahlt. Seit 1. Juli kann um diese Vorschüsse angesucht werden und schon nach fünf Tagen habe das Volumen der angesuchten Darlehen eine Million Euro überschritten, teilte Kompatscher mit. Sollte die bisher eingeplante Gesamtsumme von 12 Millionen Euro für diese Vorschusszahlungen, überschritten werden, werde sich der Landeshauptmann für eine Aufstockung der Mittel einsetzen. "Wir sehen, dass dies ein wirksames Instrument der Wirtschaftsförderung ist", sagte Kompatscher.c) Zur Erschließung von Gewerbegebieten werden wieder Beiträge gewährt. Um dies zu ermöglichen, hat die Landesregierung heute neue Förderregeln beschlossen und zudem entschieden, den bisher geltenden Förderstopp zu beenden. Wichtigste Neuerung dabei: "Finanzierungen werden nur für Erschließungsarbeiten im engeren Sinne gewährt, also etwa für Straßen, Anschlüsse oder Kanalisierungen", so Landeshauptmann Arno Kompatscher. Im Gegenzug werde die "Baureifmachung" der Baulose nicht mehr gefördert, Aushübe, Auffüllungen oder Stützmauern würden also nicht mehr unterstützt. "Damit bewegen wir auch die Gemeinden dazu, wirklich geeignete Flächen für Gewerbegebiete zu suchen", so der Landeshauptmann. mtz/lpa