Dienstag, 27. September 2016

Wirtschaftsring: Leo Tiefenthaler zum Präsidenten gewählt

Am Montag hat die Generalversammlung der Südtiroler Wirtschaftsverbände getagt – und Bauernbund-Präsident Leo Tiefenthaler zum swr-ea-Präsidenten gewählt. Erstmals steht damit ein Vertreter der Bauern an der Spitze des Wirtschaftsrings.

Bei der swr-ea-Generalversammlung: Landeshauptmann Arno Kompatscher; Präsident Leo Tiefenthaler; Geschäftsführerin Alexandra Silvestri, Philipp Moser und Ehrengast Karl von Habsburg. - Foto: swr-ea
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Bei der swr-ea-Generalversammlung: Landeshauptmann Arno Kompatscher; Präsident Leo Tiefenthaler; Geschäftsführerin Alexandra Silvestri, Philipp Moser und Ehrengast Karl von Habsburg. - Foto: swr-ea

„Die sechs Südtiroler Wirtschaftsverbände haben gemeinsame Interessen, wenn es um die Wirtschaft geht. Wenn wir Ziele gemeinsam definieren und gemeinsame Interessen auch gemeinsam vertreten, sind wir viel stärker. Genau darum geht es seit 40 Jahren in diesem Netzwerk: um die gemeinsame Zieldefinierung, die Interessensvertretung und den Austausch zwischen den Mitgliedsverbänden“, mit diesen Worten eröffnete der scheidende Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings – Economia Alto Adige, Philipp Moser, die diesjährige Generalversammlung in der Firma Gramm AG in Bozen.

Netzwerkgedanke im Vordergrund

Vernetzung, das war auch der rote Faden, der sich laut Wirtschaftsring durch die Abschlussrede Mosers zog. Eine Vernetzung, die sowohl auf unternehmerischer Ebene als auch auf Verbandsebene und mit den verschiedenen Akteuren in und außerhalb Südtirols wichtig sei, denn nur im gemeinsamen Austausch sei es möglich, Rahmenbedingungen zu setzen, die eine positive Entwicklung Südtirols, der Südtiroler Gesellschaft und der Unternehmen ermöglichen.

Moser: „Es gibt nur eine Wirtschaft“

Kritische Worte fand Moser zur Erreichbarkeit Südtirols. „Eine schnelle Erreichbarkeit auf allen Ebenen – sowohl in der Mobilität als auch mittels schnellen Datenverbindungen, ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für unsere Unternehmen. Diese sicherzustellen muss in den nächsten Jahren absolute Priorität sein“, forderte Moser. „Wir sind nicht mehr nur Südtirol. Wir sind gleichzeitig auch Italien und Europa“, so Philipp Moser: „Es gibt keine deutsche und keine italienische Wirtschaft. Es gibt nur eine Wirtschaft und die braucht uns, gemeinsam!“, mit diesen Worten schloss Philipp Moser seine Präsidentschaft.

Wie vom Statut vorgesehen, rotiert die Präsidentschaft von swr-ea im zwei-Jahres-Rhythmus zwischen den Mitgliedsverbänden.

SBB übernimmt erstmals Präsidentschaft in swr-ea

Nach einer mehrjährigen Gastmitgliedschaft ist der Südtiroler Bauernbund im Jahr 2004 offiziell als sechster Mitgliedsverband in den SWR aufgenommen worden. Die Gleichstellung mit den Gründungsverbänden, die den SBB zur Übernahme der Landespräsidentschaft ermächtigt, ist durch die im März 2016 erfolgte Statutenänderung beschlossen worden.

Tiefenthaler: „Viele Berührungspunkte zwischen Landwirtschaft und anderen Sektoren“

Auf Vorschlag des SBB ist deren Landesobmann Leo Tiefenthaler kürzlich vom Vorstand zum neuen Präsidenten von swr-ea nominiert worden - und die Generalversammlung hat ihn am Montag zum Präsidenten gewählt. 

„Es ist für mich eine große Ehre, dieser gemeinsamen Plattform der Wirtschaft in den nächsten beiden Jahren vorstehen zu dürfen. Berührungspunkte zwischen der Landwirtschaft und den anderen Wirtschaftssektoren gibt es viele: im Export und im Verkauf von heimischen Produkten, genauso wie im Tourismus oder im Handwerk. Unsere gemeinsame Aufgabe wird es auch für die Zukunft sein, diese Zusammenhänge noch stärker zu kommunizieren und dieses Netzwerk zu stärken, sowohl auf Landesebene als auch und vor allem in der Peripherie“, so der neue Präsident in seiner Antrittsrede, der zudem die Bedeutung der Landwirtschaft als Wirtschaftszweig betonte.

stol

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