Dienstag, 3. Mai 2022

Wo man in Südtirol am teuersten, wo am billigsten tankt – Die Preisanstiege im Vergleich

Dass die Strom- und Benzin- und Dieselpreise gestiegen sind, ist keine Neuigkeit. Wenn man sich aber die absoluten Zahlen der vergangenen Monate im Vergleich anschaut, dann sieht man, dass die Preise förmlich explodiert sind. Und: Ein interessanter Vergleich zwischen den Treibstoffpreisen in Südtirol. Das sind die Zahlen.

Dass die Strom- und Benzin- und Dieselpreise gestiegen sind, ist keine Neuigkeit. Wenn man sich aber die absoluten Zahlen der vergangenen Monate im Vergleich anschaut, dann sieht man, dass die Preise förmlich explodiert sind. - Foto: © dpa-tmn / Christin Klose

Laut Daten der Aufsichts- und Regulierungsbehörde für elektrische Energie und das Gas (AEEG) hat ein Standardhaushalt in Italien 2021 im Jahr 630,97 Euro an Stromkosten einschließlich Steuern bezahlt. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es noch 483,06 Euro. Dies geht aus den jüngsten Daten des Landesstatistikinstituts Astat hervor.

Strompreis-Anstieg von 129,5 Prozent

Noch gravierender ist der Unterschied, wenn man sich das laufende Jahr anschaut: Laut den von der AEEG veröffentlichten Daten für das 1. Quartal 2022 ist der Strompreis um ganze 129,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 angestiegen.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei den Treibstoffpreisen in Südtirol. Im Jahr 2021 wurde in Südtirol beim Selbstbedienungstanken durchschnittlich 1,704 Euro für einen Liter Benzin (plus 12,8 Prozent im Vergleich zu 2020) und 1,569 Euro (plus 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) für einen Liter Diesel bezahlt.

Benzin- und Dieselpreis während Corona leicht gesunken

Am teuersten waren die Treibstoffpreise 2021 durchschnittlich im November mit 1,826 Euro pro Liter Benzin und 1,691 Euro pro Liter Diesel. Am günstigsten war das Tanken noch im Jänner mit durchschnittlichen Benzinpreisen von 1,535 Euro und Dieselpreisen von 1,417 Euro. Im Dezember 2021 kostet ein Liter Benzin in Südtirol im Durchschnitt 1,816 Euro, ein Liter Diesel 1,682 Euro.

Damit sind sowohl die Benzin- als auch die Dieselpreise im Dezember 2021 im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 21,4 Prozent gestiegen.

Zu erwähnen ist, dass sowohl Benzin- als auch Dieselpreise im Jahr 2020 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen restriktiven Maßnahmen gesunken sind. Der durchschnittliche Benzinpreis lag im Jahr 2020 bei 1,511 Euro, der durchschnittliche Dieselpreis bei 1,404 Euro.

Im Jahr 2019 hingegen kostete ein Liter Benzin im Durchschnitt noch 1,642 Euro, ein Liter Diesel 1,562 Euro. Damit sind die Benzinpreise im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 um 3,8 Prozent gestiegen, die Dieselpreise um 0,4 Prozent.

Starker Anstieg von Benzin und Diesel im 1. Quartal 2022

Im Jahr 2021 wurde an den Tankstellen im Pustertal durchschnittlich 1,755 Euro für einen Liter Benzin und 1,649 Euro für einen Liter Diesel bezahlt. Im Burggrafenamt war ein Liter Benzin um rund 7 Cent günstiger (1,683 Euro pro Liter Benzin). Ein Liter Diesel ist durchschnittlich am günstigsten in Bozen mit einem Literpreis von 1,536 Euro.

Der höchste durchschnittliche Monatspreis, sowohl für Benzin als auch für Diesel, wurde mit je 1,851 Euro und 1,740 Euro jeweils im November im Pustertal bezahlt. Am günstigsten war hingegen das Benzintanken im Januar im Vinschgau (1,500 Euro) und im Burggrafenamt (1,507 Euro). Auch das Dieseltanken war im Januar durchschnittlich noch am günstigsten, mit den mittleren Tiefstpreisen in Bozen (1,374 Euro je Liter) und im Vinschgau (1,375 Euro).

Nachdem sowohl Benzin- als auch Dieselpreise im Dezember 2021 im Vergleich zum Vormonat gesunken sind (um jeweils minus 0,5 Prozent), steigen sie zu Jahresbeginn 2022 wieder an. Im März 2022 kostet ein Liter Benzin in Südtirol durchschnittlich 2,069 Euro, ein Liter Diesel 2,056 Euro.

Zu berücksichtigen ist, dass die italienische Regierung mit 22. März 2022 eine Steuersenkung auf Benzin und Diesel beschlossen hat. Damit kostet ein Liter Benzin sowie ein Liter Diesel ab diesem Zeitpunkt wieder unter 2 Euro.

Obwohl die Preise auch im Jänner und Februar gestiegen sind, war der Anstieg im März am stärksten. Benzin stieg im März dieses Jahres im Vergleich zu Februar durchschnittlich um 7,5 Prozent, Diesel sogar um 14,2 Prozent.

Auch im Vergleich zu denselben Monaten des Vorjahres ist der Anstieg der Preise von Benzin und Diesel signifikant. Im März 2022 steigt der durchschnittliche Benzinpreis in Südtirol im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 25,9 Prozent, der Dieselpreis sogar um 35,6 Prozent.

Tanken im Pustertal am teuersten, im Wipptal am günstigsten


Nach Bezirksgemeinschaft ist Benzin im ersten Quartal 2022 am teuersten im Pustertal (1,976 Euro im Quartalsdurchschnitt) am günstigsten im Wipptal (1,904 Euro). Auch beim Dieseltanken ist das Pustertal die teuerste Bezirksgemeinschaft im ersten Quartal 2022 (1,909 Euro), Bozen die günstigste (1,828 Euro).

Am günstigsten war sowohl Benzin als auch Diesel noch im Jänner (Benzin: 1,802 Euro im Wipptal, Diesel 1,689 Euro in Bozen) und am teuersten jeweils im März im Pustertal (Benzin: 2,103 Euro, Diesel: 2,105 Euro).

Tanken ist in Südtirol italienweit am teuersten

Italienweit sind am untersuchten Tag die höchsten Durchschnittspreise für Benzin (2,199 Euro) und Diesel (2,191 Euro) in Südtirol zu verzeichnen. Am günstigsten ist Benzin in den Abruzzen (2,118 Euro), Diesel in den Marken (2,097 Euro).

Auch GPL ist in Südtirol, wie auch im Aostatal am teuersten (0,959 Euro), am günstigsten im Veneto (0,875). Der Methanpreis ist am höchsten in Kalabrien (2,730 Euro), am tiefsten in Molise (1,499 Euro). Der durchschnittliche Methanpreis in Südtirol liegt mit 2,125 Euro in der unteren Hälfte der Preise.

stol

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