<BR />Die Umfrage macht deutlich: Viele heimische Unternehmen beschränken sich bei ihrem Geschäft vor allem auf Südtirol. Rund zwei Drittel ihres Umsatzes (62 Prozent) werden innerhalb der Landesgrenzen erwirtschaftet, etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) außerhalb.<BR /><BR />Der Handel mit anderen Regionen Italiens ist dabei oft wichtiger als der Export ins Ausland. 22 Prozent des Gesamtumsatzes werden im restlichen Staatsgebiet erzielt, 16 Prozent auf internationalen Märkten. Je nach Branche zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1274892_image" /></div> <BR /><BR />Vor allem landwirtschaftliche Genossenschaften, der Großhandel und das verarbeitende Gewerbe sind stark auf den italienischen Markt ausgerichtet. Das unterstreichen auch die Zahlen: Nach Schätzungen des Wifo beliefen sich die interregionalen Exporte dieser drei Sektoren im Jahr 2023 auf 8,7 Milliarden Euro – gegenüber 7,2 Milliarden Euro im Ausland. Wichtigste Absatzregionen sind das benachbarte Trentino (36 Prozent der Ausfuhren), die Lombardei (15 Prozent) und Venetien (13 Prozent).<BR /><BR />Im Baugewerbe, Gastgewerbe und im Einzelhandel ist der Export sowohl ins restliche Italien als auch ins Ausland kaum relevant. <h3> Italienische Kunden sind zuverlässig</h3>Im Rahmen der Umfrage sollten Unternehmen auch verschiedene Aspekte des italienischen Marktes beurteilen. Positiv bewertet werden vor allem die Zuverlässigkeit der Kunden und Geschäftspartner als auch die Pünktlichkeit der Zahlungen, während die Meinungen zur Kaufkraft der Kunden und zum Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten kritischer ausfallen. <h3> Unternehmen sehen nur wenig Potenzial außerhalb Südtirols</h3>Gerade jene Betriebe, die auf dem italienischen Markt bereits aktiv sind, sehen in den kommenden Jahren dort Wachstumschancen: 21 Prozent rechnen dort mit weiterer Expansion. Unter den Unternehmen, die bislang kaum interregional exportieren, sind es hingegen nur fünf Prozent. Dabei handelt es sich meist um kleinere Betriebe ohne Interesse oder Möglichkeiten, über die Landesgrenzen hinaus zu wachsen.<BR /><BR />Als größte Hürden für einen Markteintritt oder eine Expansion in Italien nennen die befragten Unternehmen vor allem die geografische Distanz. Auch fehlende Produktionskapazitäten – häufig bedingt durch Personalmangel – sowie mangelnde Kontakte zu Partnern oder Handelsvermittlern im restlichen Italien gelten als zentrale Hindernisse.