Mittwoch, 04. April 2018

Wohin Italiens Wirtschaft steuert

Ob früher in Rente oder eine „Flat Tax“: Im italienischen Parlamentswahlkampf haben die Parteien nicht mit Wahlversprechen gegeizt. Doch wie realistisch sind diese Vorhaben? Dieser Frage geht der aktuelle „WIKU“ nach.

Besonders die versprochene Einführung einer Flat Tax hat große Zustimmung gefunden.
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Besonders die versprochene Einführung einer Flat Tax hat große Zustimmung gefunden. - Foto: © shutterstock

Besonders die versprochene Einführung einer Flat Tax hat große Zustimmung gefunden. Gemeint ist damit eine einstufiger Einkommensteuertarif. Laut den bisher genannten Vorschlägen sollten die niedrigen Einkommen auch in Zukunft steuerfrei sein. Der Teil des Einkommens, der den Grundfreibetrag übersteigt, soll nach dem Vorschlag der Lega von Matteo Salvini einheitlich mit 15 Prozent besteuert werden. Forza Italia von Silvio Berlusconi sprach sich hingegen für einen Einheitssteuersatz von 23 Prozent aus.

Der Vorteil, den die Politiker damit verbinden? Mit einem niedrigen und gleichbleibenden Steuersatz würde man zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft beitragen und damit das Wirtschaftswachstum fördern, sagte etwa Lega-Chef Matteo Salvini im Wahlkampf.

Doch das Vorhaben hat auch seine Tücken. Ein Problem: Mit einer solchen „Flat tax“ findet bei den hohen Einkommen praktisch keine Progression (Je höher das Einkommen, desto mehr Steuern zahlt man) mehr statt.   Das widerspricht aber der italienischen Verfassung.

Zudem wird sich die neue Regierung sehr schnell mit den Sachzwängen befassen müssen, die ihren Handlungsspielraum einengen, wie der „WIKU“ aufzeigt. Man denke nur an den riesigen Schuldenberg von 2256 Milliarden Euro.

Welche Folgen eine „Flat Tax“ hätte, welche Faktoren die neue Regierung berücksichtigen muss und  weshalb Italien nicht unbegrenzt neue Schulden machen kann, lesen Sie im aktuellen „WIKU“.   

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stol