Auf Schloss Maretsch feierte das Kollegium der Bauunternehmer am Donnerstagabend sein 30-jähriges Bestehen. Am 8. Juli 1993 hatten einige Unternehmer, allen voran der erste Präsident Michl Seeber, den Verband gegründet. <h3> „Dramatisch gesunkene Anzahl der Baugenehmigungen macht deutlich, dass wir leider Recht hatten“</h3>In den 30 Jahren sei vor allem ein Thema immer wiedergekehrt: das leistbare Wohnen. Und seit jeher habe der Verband vor Fehlentwicklungen gewarnt – nicht immer mit Erfolg, wie Auer einräumte. <BR /><BR />Auch als das neue Raumordnungsgesetz 2018 genehmigt worden war und 2020 in Kraft trat, habe das Baukollegium an die Politik appelliert, rasch die Durchführungsbestimmungen zu verabschieden, am besten gleichzeitig, um Rechtsunsicherheiten und negative Folgen für die Baubranche zu vermeiden. <BR /><BR /><embed id="dtext86-59442988_quote" /><BR /><BR />Das ist bekanntlich nicht passiert. „Die dramatisch gesunkene Anzahl der erlassenen Baugenehmigungen macht deutlich, dass wir mit unseren Warnungen leider Recht hatten“, bekräftigte Auer.<BR /><BR />Tatsache sei auch: „Heute ist Wohnen für viele Südtiroler mit großen Sorgen verbunden.“ Baugrund sei zwar in Südtirol immer schon knapp und teuer gewesen. <BR /><BR />„Doch das Bauen selbst wurde in den letzten Jahren leider auch teurer. Dies ist nicht nur auf den Ukrainekrieg und die Energiekrise zurückzuführen, sondern auch auch die erhöhte Nachfrage infolge des Superbonus und last but not least auch auf die Tatsache, dass der ,Green Deal' Europas vermehrt klimaschädlichen Produkten den Kampf angesagt hat.“ <h3> „Politik muss den Bürgern reinen Wein einschenken“</h3>In diesem Punkt forderte er die Politik dazu auf, reinen Wein einzuschenken: „Der Wandel in ein möglichst klimaneutrales Zeitalter muss rasch vollzogen werden. Doch der Wandel wird mit hohen Kosten verbunden sein, dessen muss man sich bewusst sein und dies muss man auch offen kommunizieren.“