Mittwoch, 11. Juli 2018

Würde per Dekret

Personal befristet zu beschäftigen, soll teurer und zeitlich strenger begrenzt werden: Mit der „Verordnung der Würde“ will die italienische Regierung feste Anstellungen fördern. Kritik an dem Vorhaben kommt nicht nur vom Unternehmerverband Confindustria.

Personal befristet zu beschäftigen, soll teurer und zeitlich strenger begrenzt werden.
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Personal befristet zu beschäftigen, soll teurer und zeitlich strenger begrenzt werden. - Foto: © shutterstock

„Diese Regierung steht nicht im Konflikt mit den Unternehmern. Im Gegenteil, wir planen Maßnahmen zur Förderung der Unternehmen und des Wachstums. Zwischen Regierung und Unternehmen ist eine gesunde Allianz notwendig“, erklärte Regierungschef Giuseppe Conte unlängst.

Arbeitgeber-Vertreter sehen das anders. Was sie besorgt, ist unter anderem, dass es nun teurer werden soll, Personal befristet anzustellen oder zu kündigen. Mitarbeiter können maximal 24 Monate lang mit befristeten Arbeitsverträgen beschäftigt werden, nicht wie bisher 36 Monate lang. Bei jeder Erneuerung des befristeten Arbeitsvertrags werden die vorgesehenen Lohnnebenkosten steigen. Auch Betriebsverlagerungen ins Ausland sollen streng reglementiert werden.

Einen Überblick der Maßnahmen des „decreto dignità“ finden Sie im aktuellen „WIKU“ am Mittwoch.

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stol