Demnach arbeiteten im Jahr 1995 rund 571.500 Personen in 55.955 Betrieben. Im vergangenen Jahr waren es etwa 530.100 Beschäftigte in nur noch 30.565 Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien.„Das trifft besonders die älteren Menschen ohne Auto“, kritisierte Markus Tressel, Sprecher der Grünen-Fraktion für den ländlichen Raum. „Frisches und unverpacktes Essen darf nicht zum Luxusgut in den eher ländlich geprägten Regionen werden.“Die Regierung begründet den Trend mit einer Strukturveränderung, „die nicht zuletzt dem geänderten Kaufverhalten der Verbraucher, dem zunehmenden (Preis-)Wettbewerb mit industriellen Marktanbietern und der technologischen Entwicklung geschuldet ist“. Vor allem bei den Bäckern und Fleischern führe dies zu Konzentrationsprozessen und Filialisierung.Außerdem verweist die Regierung auf ihre Mittelstandspolitik, die darauf abziele, die Rahmenbedingungen auch für die mehr als eine Million Handwerksbetriebe insgesamt weiter zu verbessern.dpa