Bei der Untersuchung von „Infocamere“ schneidet Südtirol gut ab: Von Jänner bis Dezember 2011 ist die Anzahl der gewerblichen Unternehmen auf 40.579 gestiegen, mit einer Zunahme um 455 Einheiten bzw. 1,1 Prozent. Zählt man auch die landwirtschaftlichen Betriebe hinzu, beläuft sich die Firmenzahl auf 57.712, mit einer Steigerung im Vergleich zum Jahresende 2010 von 0,7 Prozent. Im nationalen Vergleich ergibt sich für Bozen eine überdurchschnittlich gute Firmendynamik. In Italien wird allgemein ein Stillstand verzeichnet, wobei mehr als die Hälfte der Provinzen sogar eine Abnahme der Unternehmenszahl meldet. Im Ranking der 105 italienischen Provinzen steht Bozen an siebzehnter Stelle. Unter den Regionen des Nordostens, die 2011 das Gebiet mit der schwächsten Wachstumsrate darstellen, weist Bozen die stärkste Zunahme auf.In Südtirol wachsen vor allem folgende Bereiche verhältnismäßig stark: Energieversorgung (+30 Prozent), finanzielle Dienste +15 Prozent), Reiseagenturen (+13 Prozent), Unternehmensführung und –beratung (+10 Prozent).Während auf nationaler Ebene die Anzahl der Handwerksunternehmen auf Jahresbasis zum dritten Mal in der Folge sinkt, wächst sie in Südtirol im Vergleich zu 2010 um bescheidene +0,4 Prozent. Damit stellt Südtirol zweifelsohne eine Ausnahme dar, denn abgesehen von Ligurien und der Provinz Bozen verzeichnen alle Regionen, auch das Trentino, negative Wachstumsraten im Handwerk.„Mit dem Service für Unternehmensgründung bietet die Handelskammer Bozen kompetente Beratung und wertvolle Informationen für den Start in die Selbständigkeit. Es ist ein Schritt, der gut bedacht werden muss. Deshalb lautet unsere Zielsetzung, nicht möglichst viele, sondern möglichst gute Gründer zu haben“, präzisiert Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.