Mit 1. Oktober geben die Autonome Region Trentino–Südtirol, die Agentur der Einnahmen und PensPlan den Startschuss für die Bereitstellung des Steuerguthabens für die Beitragszahlungen an die Rentenfonds in der Region. Das Abkommen wurde im März dieses Jahres in Rom zwischen der Region und der Agentur der Einnahmen unterzeichnet. Dank der Einführung des Vordrucks F24 können jährlich schätzungsweise bis zu 50 Millionen Euro gespart werden. Die regionale Initiative ist auf nationaler Ebene einzigartig und stellt eine der wichtigsten Anti-Krisen-Maßnahmen der Region dar. Das Projekt wurde heute von der Regionalassessorin für die Zusatzvorsorge Martha Stocker im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. An der Präsentation nahmen auch in Vertretung der Agentur für Einnahmen der Landesdirektor Ildebrando Pizzatto teil, sowie der Präsident von PensPlan Gottfried Tappeiner und der Generaldirektor Michael Atzwanger. Einfachere ZahlungsmethodeWie die Regionalassessorin für die Zusatzvorsorge Martha Stocker bei der heutigen Pressekonferenz im Sitz der Würth GmbH in Neumarkt unterstrich, handelt es sich bei dem Projekt um eine Neuheit auf nationaler Ebene, die dank des Abkommens mit der Agentur für Einnahmen zustande gekommen ist. „Durch die Einführung der Zahlungen mittels F24 werden nicht nur die Beitragszahlungen an die Rentenfonds grundlegend vereinfacht, sondern die Autonome Region Trentino–Südtirol hat damit gleichzeitig eine wichtige Antikrisenmaßnahme eingeführt: Ab 1. Oktober können nämlich die Unternehmen auf das Steuerguthaben zurückgreifen, um die Beiträge an die Rentenfonds für ihre Mitarbeiter einzuzahlen und dadurch gleichzeitig die Liquidität erhöhen. Somit kann eine jährliche Ersparnis von bis zu 50 Millionen erzielt werden,“ betonte Martha Stocker. Folglich müssten die Unternehmen, vor allem die Kleinunternehmer, nicht mehr einen Teil ihres Kapitals bezahlen, um die Beiträge in die Rentenfonds einzubezahlen. Dadurch wird es sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Arbeitnehmer einfacher, regelmäßig die Beitragszahlungen an die Rentenfonds zu leisten. Operativ auf den Weg gebracht haben dieses Projekt in erster Linie das regionale Zusatzrenteninstitut PensPlan und die wichtigsten nationalen Software Houses, Mitglieder von Assosoftware. Dass es für die Unternehmen in Südtirol ein großer Vorteil sein kann, hat der Geschäftsführer Nicola Piazza der Würth GmbH, am Beispiel der Würth aufgezeigt. Er unterstrich die Wichtigkeit dieser neuen Zahlungsmodalität vor allem in Hinblick auf die aktuelle nationale Wirtschaftskrise. Denn die Einzahlung der Beiträge an die Rentenfonds über das F24 hilft den Unternehmen Steuerguthaben rechtzeitig einzukassieren. Somit verfügen die lokalen Unternehmen über mehr Liquidität. Denn fehlende Liquidität – auch aufgrund verspäteter Zahlung von Aufträgen - sei eine der Hauptursachen für die Wirtschaftskrise, betonte Piazza.