SWR-Präsident Hansi Pichler begrüßte, „dass bereits in den ersten 100 Tagen nach Einsetzen der neuen Landesregierung konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Südtiroler Wirtschaftstreibenden getätigt wurden, wie beispielsweise die Reduzierung des IRAP-Steuersatzes um 0,1 Prozent oder die Reduzierung des Besteuerungssatzes für Gewerbeimmobilien und Betriebswohnungen bei der Gemeindeimmobiliensteuer.“Schmerzlicher sei hingegen die gegenwärtige Aussetzung der Förderungen in den meisten Bereichen der Wirtschaft. „Jetzt ist es wichtig, gemeinsam eine strategische Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der Südtiroler Wirtschaftspolitik zu führen“, betonte der SWR-Präsident. Senkung der LohnnebenkostenIm Bereich der Steuergesetzgebung sei Südtirol aufgefordert seinen Handlungsspielraum weiter auszuschöpfen. Dies könne zum Beispiel im Rahmen einer weiteren Reduzierung der Besteuerungssätze bei der GIS, der IRPEF oder der IRAP geschehen. Insbesondere – so die Forderung des SWR – wäre auch eine Senkung der Lohnnebenkosten wichtig, denn diese stellten in Italien ein Vielfaches von jenen in anderen europäischen Ländern dar. Zehn konkrete Maßnahmen für BürokratieabbauAuch beim Bürokratieabbau sei rasches Handeln gefragt: Der SWR kündigte an, dass er bis zum Sommer zehn konkrete Maßnahmen ausarbeiten werde.Deren Machbarkeit werde mit dem Landeshauptmann und den zuständigen Landesämtern diskutiert. Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion betreffe die Wirtschaftsförderung, so der SWR-Präsident. Der Landeshauptmann habe dazu erklärt, dass bereits eine technische Arbeitsgruppe eingesetzt worden sei, in der auch Experten der Wirtschaftsverbände mitarbeiten.