Die Schlecker-Filialen waren vor rund einem Jahr vom österreichischen Investmentsfonds Tap09 übernommen worden.Insgesamt 28 dayli-Filialen gibt es derzeit in Südtirol. Zehn von ihnen stehen vor der Schließung, wie die Gewerkschaften FISA/SCAT und SGB/CISL am Mittwoch mitteilen.Ebenfalls am Mittwoch wurde die Nachricht bekannt: In Österreich sollen 180 dayli-Filialen geschlossen werden, 560 Mitarbeiter werden arbeitslos (STOL hat berichtet).Noch ist unklar, was auf die Südtiroler Mitarbeiter zukommt. Immerhin: Auch in Italien wurde kürzlich die Schließung von 99 dayli-Filialen angekündigt.Investitionen nicht erfolgt„Ursprünglich waren Investitionen angekündigt, welche dayli auf dem Markt neu positionieren, den Betrieb wiederbeleben und die Beschäftigung sichern sollten“, so die Gewerkschaften am Mittwoch. Diese seien aber nicht erfolgt.In Österreich sei es dayli nicht möglich gewesen, die erforderlichen Finanzierungen bei österreichischen Banken und Warenkreditversicherern aufzustellen, gab die Firma Mittwochnachmittag in einer Aussendung bekanntIn Italien plane dayli nun, die Produkte mit einem Abschlag von 30 Prozent zu verkaufen und die Lieferanten um Zahlungsaufschub und Preisnachlässe zu bitten, berichten FISA/SCAT und SGB/CISL.„Da weitere dringend nötige Investitionen vom Eigentümer nicht geplant sind, sieht die Zukunft für die betroffenen Beschäftigten aber eher düster aus.“ba