„Wir sind ein bunt gemischter Haufen“, sagt Hannes Baumgartner über die 24 im Verein „eisacktalWein“ zusammengeschlossenen Weinproduzenten. Darunter finden sich freie Weinbauern mit kleinen Anbaugebieten ebenso wie die Stiftskellerei Neustift und die Kellerei Eisacktal. Die Spannweite der abgefüllten Weinflaschen pro Betrieb reicht von 10.000 bis über eine Million. Insgesamt umfasst das Anbaugebiet rund 400 Hektar. <BR /><BR />Bei ihrer diesjährigen Vollversammlung wählten die Eisacktaler Weinbauern den einleitend zitierten Hannes Baumgartner vom Strasserhof in Neustift zum neuen Präsidenten. Der 47-Jährige übernimmt das Amt von Peter Wachtler (Taschlerhof, Brixen), der die nächsten drei Jahre als Vizepräsident im Vorstand mitarbeiten wird. Manfred Nössing (Hoandlhof Brixen), Simon Pliger (Kuenhof Brixen), Werner Waldboth (Stiftskellerei Neustift) und Armin Gratl (Kellerei Eisacktal, Klausen) sind weitere Beiräte.<BR /><BR />„Wir sind eine harmonische Gruppe und arbeiten alle auf Augenhöhe“, verweist Baumgartner auf die Aufgabenteilung. Gemeinsames Ziel sei, das Eisacktal als Weinbaugebiet noch mehr zu stärken. „Die Basis dafür ist der interne Kontakt und Austausch“, betont Baumgartner, der seit 2003 selbst Wein abfüllt und vermarktet. Eine weitere Säule sei die Zusammenarbeit mit dem Tourismus und der Gastronomie.<BR /><BR />Dieses Jahr hat der Verein dazu und, um die Weinsorte Sylvaner zu stärken, mit 14 Gastbetrieben das Projekt „Sylvaner Teller“ gestartet. Jährlich präsentieren die Winzer bei der Veranstaltung „Treff.Wein“ ihre Weine.<BR /><BR />Im Weinanbau selbst sieht Baumgartner aktuell keine akuten Herausforderungen. Allerdings: „Der Weinmarkt ist generell weltweit schwieriger geworden. Sich als Gebiet zu stärken und besser zu positionieren, ist damit noch wichtiger“, sagt er. Obwohl der Südtiroler Weinbau bereits seit 40 Jahren auf Qualität setze, sieht Baumgartner noch Potential für einen weiteren Schritt nach vorn. <BR /><BR />Alkoholische Getränke bezeichnet Baumgartner aktuell nicht als Trendprodukt, weshalb er auch Aufklärungsarbeit als Aufgabe für die Zukunft betrachtet. Insgesamt bescheinigt er den Eisacktaler Weißweinen eine gute Position, da sie mit ihrer Frische und Leichtigkeit sowie einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis nach wie vor im Trend seien.<BR /><BR />Auf die zunehmenden Wetterextreme angesprochen, meint Baumgartner, dass man einige Dinge bis zu einem gewissen Punkt beeinflussen könne, aber schlussendlich „regelt die Natur alles“. Weinbautechnische Themen und Herausforderungen erörtert der Verein bei seiner jährlichen Weinbautagung mit den Weinproduzenten.Am Freitag, 31. Juli laden 23 Winzer aus dem Eisacktal wieder ab 19 Uhr zur Veranstaltung „Treff.Wein“ unter die Brixner Lauben. Im Schnitt wird jeder fünf Weine präsentieren und zur Verkostung anbieten. Der Verein „Mir Jager“ wird wieder das kulinarische Angebot übernehmen.<BR /><BR />Am Freitag, 31. Juli laden 23 Winzer aus dem Eisacktal wieder ab 19 Uhr zur Veranstaltung „Treff.Wein“ unter die Brixner Lauben. Im Schnitt wird jeder fünf Weine präsentieren und zur Verkostung anbieten. Der Verein „Mir Jager“ wird wieder das kulinarische Angebot übernehmen.