ASGB-Chef Tony Tschenett ruft stellvertretend für die vielen Betroffenen nach einer raschen Lösung des Problems. <BR /><BR /><BR />Eines vorweg: Beide Themen, also sowohl der Lohnausgleich als auch die Arbeitslosenhilfe, müssen von Rom aus geregelt werden. Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tschenett, wünscht sich eine Neuregelung „lieber gestern als heute“.<BR /><BR /><b>„Der rechtliche Rahmen fehlt“</b><BR /><BR /> „Tatsache ist nämlich, dass seit 31. Dezember der rechtliche Rahmen fehlt, um die Beschäftigten in Lohnausgleich zu überstellen. Das heißt, ein Hotelier, der aktuell coronabedingt Schwierigkeiten hat, kann diesen Engpass nicht mithilfe dieses Instruments überbrücken. Die einzige Möglichkeit, die er hat, ist, wenn es nicht anders geht, den Mitarbeiter zu entlassen und später, wenn das Geschäft wieder anzieht, neu anzustellen. Das ist weder im Sinne des Beschäftigten, noch im Sinne des Arbeitgebers“, so Tschenett. Seine Hoffnung ist, dass der Lohnausgleich im „Ristori-Dekret“ für den Tourismus fest verankert und mitverabschiedet wird. Das Dekret soll in den nächsten Wochen kommen.<BR /><BR />Nicht minder bedeutend und akut sei das Thema der Arbeitslosenunterstützung: „Es besteht die Gefahr, dass einige in wenigen Wochen keine Arbeitslosenhilfe mehr beziehen können und die Zeit bis zum Beginn der Sommersaison im März oder April ohne Einnahmen durchstehen müssen.“<BR /><BR /><b>Ein Lösungsvorschlag</b><BR /><BR />Warum? „Die Sommersaison ist auch 2021 später gestartet als in Normaljahren. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel im Mai begonnen und bis Ende Oktober gearbeitet hat, erhält er für diese 6 Monate für einen Zeitraum von 3 Monaten Arbeitslosenunterstützung. Diese Frist endet im Jänner – danach ist Schluss und er bekommt keinen Cent mehr“, so Tschenett. <BR /><BR />„Was es da bräuchte, auch angesichts der allgemein schwierigen Beschäftigungslage im Sektor, wäre eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes um 2 Monate, also bis zum Ende des Notstands Ende März.“ <BR /><BR />Einige besorgte Betroffene hätten Tschenett bereits persönlich auf dieses Problem angesprochen. „Darum sollte da jetzt möglichst schnell etwas passieren, damit den Betroffenen geholfen werden kann und diese Beschäftigte nicht der Branche den Rücken zukehren.“