"Das gemeinsame Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den drei Kammern der Euregio zu vertiefen", so die Handelskammer Bozen. An den Gesprächen teilgenommen haben auch die jeweiligen Vizepräsidenten und die Generalsekretäre der drei Organisationen. Bereits des Öfteren hatten die drei Kammern in der Vergangenheit die Gelegenheit, sich bei unterschiedlichen Anlässen auszutauschen. Dies, so ein Fazit des Treffens in Bozen, soll in Zukunft regelmäßig passieren. "Ziel der Veranstaltung war es unter anderem, die Themenbereiche zu eruieren, die für die Unternehmen in allen drei Ländern wichtig sind. Die drei Präsidenten waren sich darin einig, dass man durch Gespräche und die Koordinierung der Aktivitäten mehr erreichen kann, als jeder für sich allein."Besonders bei der Zusammenarbeit zwischen Bildung und Wirtschaft wollen die drei Kammern in Zukunft vermehrt gemeinsame Akzente setzen. Initiativen wie der JungforscherInnenpreis, so der Grundtenor, könnten durchaus als wegweisend betrachtet werden. Im Rahmen des Treffens wurden mehrere Termine und Veranstaltungen vereinbart. Neben einer Informationsveranstaltung zum Brennerbasistunnel und einer gemeinsamen Veranstaltung zu Familienunternehmen im nächsten Jahr wurde beschlossen, in Zukunft zu bestimmten wirtschaftlich relevanten Themen gemeinsam an die Öffentlichkeit zu treten. „Gerade für die Tiroler Wirtschaft ist es von zentraler Bedeutung, Netzwerke auch über die österreichischen Landesgrenzen hinaus zu betreiben“, betonte der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer, „deshalb hat die Zusammenarbeit mit Südtirol und dem Trentino für uns großes Gewicht.“ Wie viele Vorteile eine interregionale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen mit sich bringt, unterstrich der Trentiner Handelskammerpräsident Adriano Dalpez. „Die Zusammenarbeit mit unseren nördlichen Nachbarn erleichtert uns auch den Anschluss an den für unsere Wirtschaft so zentralen deutschsprachigen Raum“, hob Dalpez hervor. Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsstandorten Südtirol, Tirol und Trentino ist, unterstrich Handelskammerpräsident Michl Ebner: „Südtirol, dem geografischen Zentrum der Europaregion, kommt als Bindeglied zwischen dem deutsch- und dem italienischsprachigen Raum eine ganz besondere Bedeutung zu.“ Das nächste Treffen der drei Kammern ist für kommenden September anberaumt. In einer erweiterten Präsidiumssitzung sollen die wichtigsten Themen weiter ausgearbeitet werden, um den Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Südtirol, Tirol und dem Trentino zu ebnen.