Rene Gruber

Sein Jahr in Bildern

4. März 2016

Jeden Tag ein Foto knipsen. Dieses Ziel verfolgt Rene Gruber aus Kollmann mit seinem Projekt „366 Tage“. Gebäude und Landschaften  hält er  in Schwarz-Weiß fest. Es soll daraus ein Kalender entstehen.

"Kas-Eggele" der Feinkäserei Capriz in Vintl - Foto: Rene Gruber

Montag die Nixe im Karersee, Dienstag das „Kas-Eggele“ in Vintl, Mittwoch der Friedhof von Brixen – so in etwa lässt sich die fotografische Woche von Rene Gruber beschreiben. Täglich nach seiner Arbeit als Gastwirt im elterlichen Betrieb in Kollmann, setzt sich der 30-Jährige ans Steuer und kurvt samt Fotoausrüstung in eine Ecke Südtirol. „Ich habe  vormittags eine Vision, checke dann die Wetterlage und entscheide, wo es hingeht“, erklärt der Hobbyfotograf.

Bozen by Night - Foto: Rene Gruber

Am Ende des Jahres sollen so, Schaltjahr bedingt, 366 Bilder vornehmlich aus Südtirol entstehen, die er zu einem Kalender oder Buch zusammenfassen möchte. Gruber ist Hobbyfotograf, liebt Schwarz-Weiß-Fotografie aufgrund der Dramatik der Bilder und  bearbeitet sie so stark, dass er sich  mehr als Künstler, denn als Fotograf sieht.

"Silence on lake Montiggl" - für dieses Bild hat Rene Gruber einen Award erhalten.

Täglich postet er seine Aufnahmen auf seiner Seite www.renegruber.com und in den sozialen Medien. „Damit möchte ich meinen Style zum Ausdruck bringen und dieser Art von Bildern in Südtirol etwas bekannter machen.“ International wurde er bereits geadelt. Für das Bild „Silence on lake Montiggl“ gewann Gruber den Editors Choice AWARD des Magazins Camerapixo. (http://camerapixo.com/photographers/rene-gruber)

Barbian an Feierabend - Foto: Rene Gruber

Auf die Schwarz-Weiß-Fotografie ist Rene Gruber über eine griechische Architektin gekommen. Bei ihr besuchte er vor drei Vier Jahren den Fotokurs „Black-White-Fineart“. Wie groß seine Bildersammlung seitdem geworden ist und mit welcher Passion er sein Hobby verfolgt, kann man sich auf dem Portfolio seiner Internetseite überzeugen. (https://500px.com/renegruberpictures)

Klausen im Regen - Foto: Rene Gruber


Egal ob er in Venedig, Amsterdam oder Budapest ist, die Kamera hat Rene immer dabei um das Leben in Schwarz-Weiß einzufangen. „Mein Alltag ist eigentlich sehr bunt, aber ich betrachte die Welt gerne in Kontrasten. Die Dramatik der Bilder intensiviert sich, zudem kann ich ihnen als Lichtführer eine ganz neue Wirkung geben“, sagt der Gastronom und zitiert den ungarischen Fotografen Brassaï, der einst sagte: „Es gibt viele Fotos die voller leben aber schwer zu merken sind. wichtig ist die Wirkungskraft.“

Rene Gruber im künstlerischen Selbstporträt.

Grubers liebste Fotomotive sind Landschaften und architektonische Bauwerke, wobei er darin durchaus Zusammenhänge ausmacht: „Der Plattkofel ist ähnlich imposant wie das größte Hochhaus der Welt. Ich glaube darum braucht es auch viel, dass ein Südtiroler von etwas Großem beeindruckt ist.“ Gruber selbst zeigt sich vor allem von zwei großen Meistern seines Faches beeindruckt. Dem verstorbenen amerikanischen Fotografen Ansel Adams, Lehrer der künstlerischen Fotografie und von Elia Locardi. Der Reisefotograf fährt an die schönsten Plätze der Welt und hält diese in seinen Bildern fest. Von so einem Job träumt auch Rene.  

 

Friedburg in Kollmann mit Blick auf die Trostburg in Waidbruck - Foto: Rene Gruber