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Artikel vom Montag, 13. August 2018

Mordfall Caciula: Hitziges Wortgefecht ging Tat voraus

Die Staatsanwaltschaft von Bozen hat neue Erkenntnisse im Mordfall Caciula veröffentlicht: So soll dem Mord ein hitziges Wortgefecht mit dem Opfer vorangegangen sein.

Daniel Caciula soll mit dem Mordopfer vor der Tat gestritten haben. - Foto: Facebook

Daniel Caciula soll mit dem Mordopfer vor der Tat gestritten haben. - Foto: Facebook

Am 17. Juli hatte man den Leichnam von Nicoleta Caciula in ihrer Wohnung in Bruneck entdeckt (STOL hat berichtet).

Sofort nahmen die Ermittler den engeren Freundes- und Familienkreis der Toten als Verdächtige ins Visier. Unter anderem wurden die Handydaten des Opfers untersucht und sämtliche Bewegungen jener Personen, die an den Tagen vor ihrem Tod mit dem Opfer in Verbindung gestanden hatten, erforscht.

Am Samstag, fast einen Monat nach dem Fund, legte der Neffe des Opfers, Lorys Daniel Caciula, ein Geständnis ab. Seither befindet er sich in Haft, wo er auch bleiben soll, wie am Montag nach dem Verhör beschlossen wurde.

„Wusste Details, die nur der Täter wissen konnte“

Am Montagnachmittag veröffentlichte die Staatsanwaltschaft neue Erkenntnisse: Die Auswertung der Telefonauszüge sowie der Aufzeichnungen von Überwachungskameras hatten demnach Widersprüche in den Aussagen des Beschuldigten aufgezeigt, woraufhin dieser ein umfassendes Geständnis ablegte.

„Dabei erwähnte er Details, die nie an die Öffentlichkeit gelangt waren, und somit nur dem Täter bekannt sein konnten“, schreibt die Staatsanwaltschaft am Montagnachmittag.

Und auch zum Tatmotiv wurde erstmals Stellung genommen: Aufgrund der bisherigen Ermittlungen sei der Tat ein hitziges Wortgefecht mit dem Opfer vorausgegangen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Auch wolle man auf die Ergebnisse der technischen Ermittlungen der RIS der Carabinieri aus Parma sowie der restlichen Beweise warten.

stol/liz